Bad Wildunger Handballerinnen:

Niederlagen, die positiv stimmen: Vipers beenden Vorbereitung mit vier Testspielen gegen Erstligisten

Handball-Torfrau zeigt Parade
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Guten Eindruck hinterlassen: Die Vipers-Torfrauen Manuel Brütsch (Bild) und Lea Schüpbach erhielten für ihre Leistungen in vier Testspielen Lob von ihrer Trainerin.

Während in Spanien der Weltmeister der Handballerinnen ausgespielt wurde, haben die Wildunger Vipers in den vergangenen drei Wochen neben Trainingseinheiten in der Wintervorbereitung auch vier Testspiele gegen Erstligisten absolviert.

Bad Wildungen – In der ersten Begegnung stand das Team von Trainerin Tessa Bremmer den Flames aus Bensheim gegenüber. Nach einer recht schwachen ersten Halbzeit (13:20) steigerten sich die Badestädterinnen, holten Tor um Tor auf und sie hatten Sekunden vor Schluss sogar die Möglichkeit auf ein Unentschieden, aber sie nutzten diese Torchance nicht und verloren 31:32.

In der vergangenen Woche standen drei weitere drei Testspiele auf dem Programm. Die Partie gegen Borussia Dortmund sei eher ein Trainingsspiel gewesen, sagte Bremmer. Die Trainerin hatte auch kein Ergebnis parat, sie wusste nur, dass ihr Team dieses Spiel mit acht Toren Unterschied verloren hatte. Es folgten zwei Begegnungen mit dem Thüringer HC, aber ohne Annika Ingenpaß, Jana Scheib und Julie Hafner, die leicht angeschlagen waren und daher geschont wurden.

Im ersten Spiel schaffte dieser dezimierte Kader ein 28:28 gegen den mehrfachen deutschen Meister und auch im zweiten Duell mit den Thüringerinnen waren die Vipers konkurrenzfähig, denn sie unterlagen nur 30:31.

Trainerin Bremmer sieht Fortschritte

Für Bremmer war es eine gute Vorbereitungsphase. „Wir haben intensiv gearbeitet und uns von Spiel zu Spiel gesteigert, die Torwartleistungen waren in allen vier Begegnungen gut, die Abwehrformation war beweglich und stand kompakt, auch in den verschiedenen Systemen.“ Die Trainingsstunden haben sich offensichtlich auch für das Spiel in der Offensive ausgezahlt.

Bremmer hatte vor der Saisonpause Anfang Dezember vor allem einen Mangel bei ihrer Angriffsformation ausgemacht. „Wir spielen uns Chancen heraus, sind aber sehr wurfschwach.“ Was dieses Problem betreffe, seien die Testspiele ebenfalls sehr vielversprechend gewesen, betonte die Vipers-Trainerin.

Das belege nicht nur die hohe Trefferquote, sondern auch die große Anzahl von Spielerinnen, die sich in die Torschützenliste eingetragen habe.

Bremmer weiß natürlich, dass in Testspielen einiges leichter von der Hand geht als in Bundesligaspielen und jede Spielerin in Freundschaftsbegegnungen auch bereit sei ist ein höhere Risiko zu gehen, ob beim Wurf oder beim Zuspiel. Dennoch hgat sie „ einige positive Dinge gesehen.“ Die Spielerinnen haben in dieser Woche frei und nach den Weihnachtstagen bereiten sie sich auf zwei wegweisende Ligapartien vor. Sie reisen zunächst zum VfL Oldenburg (29. Dezember/19.30 Uhr) und empfangen am 2. Dezember (19 Uhr) den BSV Sachsen Zwickau.

Ex-Vipers-Trainer Jeppesen gestorben

Tessa Bremmer bestätigte auch eine traurige Meldung: Der ehemalige Vipers-Trainer Søren Jeppesen (47) ist tot. Der Däne sei plötzlich gestorben, die Ärzte vermuteten eine Gehirnblutung. Der Däne war 2011 als Nachfolger von Gernot Weiss zum Bundesliga-Aufsteiger nach Wildungen gekommen.

Søren Jeppesen Ex-Trainer der Vipers (†)

Einer seiner Neuzugänge hieß damals Tessa Cocx, die nach ihrer Heirat den Nachnamen Bremmer annahm. Obwohl der Coach nur ein halbes Jahr die Wildungerinnen trainierte, hatten er und die niederländische Kreisläuferin einen guten Draht. „Wir konnten gut miteinander und ich hatte auch jetzt noch Kontakt zu Søren. Das ist alles sehr traurig.“ rsm

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