Trainer Carsten Barnkothe hofft am Sonntag (17 Uhr) auf einen Super-Sahnetag

Der Northeimer HC empfängt Tabellenführer TV Großwallstadt

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Gemeinsam zum Erfolg! Daheim hat der NHC in dieser Saison bereits einige gute Leistungen gezeigt. Um gegen den Tabellenführer zu gewinnen, muss am Sonntag alles passen.

Northeim – Mit keinem Geringeren als dem aktuellen Tabellenführer vom traditionsreichen TV Großwallstadt bekommen es die Handballer des Northeimer HC am 24. Spieltag der 3. Liga zu tun. Los geht das Duell zwischen Abstiegs- und Titelkampf am Sonntag um 17 Uhr in der Schuhwallhalle.

Die NHC-Akteure sollten Erinnerungen an das Hinspiel möglichst verdrängen. Das ging im Oktober vergangenen Jahres nach ausgeglichener erster Hälfte noch deutlich mit 22:33 verloren. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Tim Gerstmann ging erst die Ordnung und dann der Kontakt zum Favoriten verloren.

Die Gäste aus Unterfranken backen nach glorreichen Bundesligazeiten kleinere Brötchen und betätigen sich als Fahrstuhlmannschaft. Das Gastspiel in der 2. Liga endete nach nur einer Spielzeit. Aber die sofortige Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse scheint möglich. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger Rodgau. Zu verschenken gibt es nichts. Was dem NHC Mut machen sollte: Alle sieben Minuszähler handelte sich der Spitzenreiter auswärts ein. Das könnte der Northeimer Heimstärke in die Karten spielen.

„Aber wir benötigen einen Super-Sahnetag“, stellt Carsten Barnkothe fest. „Großwallstadt ist individuell sehr stark besetzt und hat viele Verletzungen weggesteckt. Das Kreisspiel ist gut. Gegen die gefährlichen Rückraumschützen müssen wir uns in der Abwehr viel helfen“, konstatiert Northeims Trainer. Mit dem Triumph vor zwei Jahren in Göttingen sei die jetzige Situation nicht zu vergleichen. „Damals waren sie schon Meister und hatten eine Woche gefeiert.“

Von einem erneuten Umzug in die Unistadt für das Topspiel hat man Abstand genommen. „Wir wollten unseren Heimvorteil nicht aufgeben. Wir sind hoch motiviert und werden unsere Chance suchen. Dazu müssen wir unbedingten Siegeswillen zeigen“, sagt Barnkothe, der auf den angeschlagenen Jakob Nowak verzichten muss. Das macht eine Umbesetzung des Mittelblocks oder einen Wechsel der Abwehrformation erforderlich.

Zufrieden ist der Coach mit der Entwicklung durch die Neuen. Kreisläufer Tomislav Buhinicek habe die anfängliche Verunsicherung abgelegt „und ist jetzt gut drin. Er versteht sich gut mit Tim Gerstmann und spielt einen wichtigen Part in der Deckung“, urteilt Barnkothe. Die Aufnahme von Ivan Martinovic habe Torhüter Fabian Ullrich einen Schub gegeben. „Er nimmt den Konkurrenzkampf an. Das wollten wir erreichen und der Mannschaft signalisieren: Wir versuchen alles.“ Ein gut aufgelegtes Torhütergespann wäre am Sonntag die Basis für eine Überraschung.

Nußloch meldet Mannschaft ab und ist damit erster Absteiger

Unterstützung im Kampf um den Klassenerhalt haben Northeims Handballer von unerwarteter Seite erhalten. Gerüchte gab es schon, nun ist es amtlich: Die Handball GmbH des Ligakonkurrenten SG Nußloch hat mit sofortiger Wirkung den Spielbetrieb eingestellt. Die bisherigen Ergebnisse fallen aus der Wertung. Dazu gehört auch Northeims 28:37-Heimpleite von Anfang Dezember des vergangenen Jahres. Das Team von Ex-Weltmeister Christian Zeitz, der ab sofort beim Bundesligisten TVB Stuttgart einsteigt, rückt mit null Punkten ans Tabellenende und steht als erster Absteiger fest.    zys

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