28:37-Heimniederlage des Vorletzten gegen den Titelkandidaten

Northeimer HC ohne Chance gegen die SG Nußloch

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Griechischer Nationalspieler gegen ehemaligen deutschen Nationalspieler: Der Northeimer Efthymios Iliopoulos gegen Christian Zeitz von der SG Nußloch. F

Northeim – Neues Spiel, doch wieder kein Glück! Die 28:37 (12:20)-Niederlage der Drittliga-Handballer des Northeimer HC am Sonntag in der heimischen Schuhwallhalle war ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Gegen eine qualitativ gut besetzte SG Nußloch verschliefen die Gastgeber die ersten zehn Minuten völlig. Viele voreilig abgeschlossene Angriffe und eine Abwehr, die viel zu selten ein wirkliches Hindernis ist. Die Lage im Kampf gegen den Abstieg wird immer ernster.

Schon nach wenigen Sekunden zeigte Ex-Nationalspieler Christian Zeitz, mittlerweile in Diensten der SG Nußloch, seine Vorstellung von handballerischer Härte: Paul-Marten Seekamp wurde freistehend abgeräumt, die Schiedsrichter zögerten mit dem Pfiff und Zeitz hatte alle Zeit, NHC-Torwart Ullrich zu überwinden. Trotz des am Boden liegenden Seekamps jubelte Zeitz. Fairness sieht anders aus.

Im Gegenzug ein behäbiger Spielaufbau der Schwarz-Gelben, die viele Chancen ungenutzt ließen. Zu schnelle Abschlüsse, zu wenig Präzision von Wodarz und Iliopoulos. Bei der SGN setzte sich David Ganshorn (acht Tore) am Kreis immer wieder gut in Szene. So baute der Gast seinen Vorsprung über 5:1 auf 10:4 aus. Doch Northeim setzte nach. Iliopoulos gelang nach einer Viertelstunde der Treffer zum 8:11. Beim NHC ging nun Wenderoth für UIlrich ins Tor und führte sich prompt mit einem parierten Strafwurf ein. Kurze Zeit später musste Malte Wodarz vom Feld. Nicht die einzige strittige Entscheidung der Unparteiischen, die mit gellenden Pfiffen vom Platz verabschiedet wurden. Die anschließende Überzahl nutzte Nußloch zur 20:12-Halbzeitführung.

Auch der Start in die zweite Hälfte ging aus Sicht des NHC schief: Gleich mehrfach netzte Nußlochs Martin Schmied von außen ein, die SGN führte schnell mit zehn Toren (23:13). Und Schmied setzte noch einen drauf: Zwölf-Tore-Führung der Gäste nach 40 Minuten (29:17). Trainer Barnkothe setzte nun alles auf eine Karte. Schnelles Passspiel mit Jakob Nowak in der Mitte - und plötzlich fielen die Tore. Doch die Abwehr blieb löchrig. Einzig Wenderoth glänzte mit einigen Paraden. Nußloch verwaltete danach den Vorsprung und siegte verdient.

„Vorn zu überhastet, hinten stehen wir dem Gegner kaum im Weg. Das sind zu viele Schwächen, die wir abstellen müssen“, bilanzierte Barnkothe.

NHC: Ullrich, Wenderoth – Schlüter, Iliopoulos 7, Lange, Seekamp, Springer, Hempel, Meyer, Wilken 2, Gerstmann 6, Bode 2, Nowak, Stöpler 6/2, Wodarz 5 

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