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Nygaard Ulrichsen rettet Kirchhof II im Derby gegen Fritzlar II

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Von: Marcel Glaser

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Es ging zur Sache: Kirchhofs Kim Sophie Jacob SG wird hier ordentlich von Fritzlars Marleen Krause bearbeitet. Im Hintergrund ist Paulina Kauffeld zu sehen.
Es ging zur Sache: Kirchhofs Kim Sophie Jacob SG wird hier ordentlich von Fritzlars Marleen Krause bearbeitet. Im Hintergrund ist Paulina Kauffeld zu sehen. © Richard Kasiewicz

Das Derby zwischen den Oberliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II und der Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar war ein echter Handballkrimi. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussminute, als Kirchhofs Spielmacherin Frida Nygaard Ulrichsen zum 20:18 (12:8)-Endstand alles klar machte.

Melsungen – „Es war ein sehr schweres Spiel. Wir haben Fritzlar nicht so aggressiv erwartet“, sagte SG-Coach Martin Denk und ergänzte: „In der Deckung habe wir wieder gut gestanden, aber im Angriff zu wenig Tore gemacht“. Das lag vor allem an der überragenden Torfrau Maren Dasenbrock, die allein 21 Bälle parierte und die Kirchhoferinnen förmlich zur Verzweiflung trieb. Dank ihrer Paraden hielten die stark ersatzgeschwächten Domstädterinnen die Partie lange offen.

Dabei kam es für die Fritzlarerinnen zu Beginn der Begegnung gleich knüppeldick, denn Spielmacherin Hannah Grothnes kassierte nach einer unglücklichen Aktion gegen Kirchhofs Marie Herwig die Rote Karte (4.). Allerdings schien der Platzverweis die Gäste aufzurütteln, denn Lena Alter verkürzte mit einem Doppelschlag auf 2:3 (8.). Kirchhof gab über 5:2 (14.) und 8:5 (22.) aber zunächst den Ton an.

Dasenbrock im Tor eine Bank

„In der Abwehr haben wir eine bärenstarke Leistung gezeigt und auch Maren hat stark gehalten“, lobte Susanne Bachmann. Der SVG-Trainerinnen gingen die Alternativen jedoch zunehmend aus: So rückten die beiden gelernten Außen Nina Albus und Anna Holeczy mitunter in den Rückraum. „Wir hatten keine Möglichkeiten mehr und mussten Spielerinnen auf Positionen einsetzen, auf denen sie noch nie gespielt haben“, sagte Bachmann. Im Angriff glänzte erneut die erst 16-Jährige Paulina Kauffeld, die zuvor noch mit der Oberliga-B-Jugend von Eintracht Baunatal im Einsatz war. Sie übernahm nun Verantwortung und stieß mutig in die Lücken.

So war die Germania nach dem 8:8 (25.) und 15:15 (46.) drauf und dran, die Partie zu drehen. Gegen den kompakten Fritzlarer Defensivverbund fand Kirchhofs Torjägerin Katharina Koltschenko kaum ein Mittel. Dafür übernahm Nygaard Ulrichsen das Zepter. Auch Kim Sophie Jacob am Kreis setzte einige Akzente. Und in den entscheidenden Phasen war Lisa-Marie Rehbein im SG-Tor zur Stelle, die zwei Gegenstöße von Holeczy und Merle Bücker parierte.

Kauffeld wieder ganz stark

Kauffelds fünfter Treffer zum 17:17 (54.) war der Auftakt zu einer spannenden Schlussphase. In den entscheidenden Aktionen versagten Fritzlar aber die Nerven, während sich im Gegenzug Nygaard Ulrichsen auf der rechten Seite durchsetzte und mit ihrem sechsten Tor für die Entscheidung sorgte.

Kirchhof II: Ritter (4 P./7 GT.), Rehbein (13/11) – Nygaard Ulrichsen 6/2, Kliebisch, Herwig, Seifert, Koltschenko 1, Jacob 3, Al. Jaen Loro 8/2, Sauerwald 2, Borgolte, Ag. Jaen Loro.

Fritzlar II: Dasenbrock (21/20), Clobes (bei zwei Siebenmetern, 1/1) – Schmidt, Alter 4, Ködel 4, Albus 2/2, Krause, Wenner, Kauffeld 5, Holeczy 2, Bücker 1.

Siebenmeter: 4/6:2/3. Zeitstrafen: 2:4-Minuten. Rot: Grothnes (4., Foulspiel). (Marcel Glaser)

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