Handball-Oberliga

24:32 gegen Tabellenvierten: Rückschlag für TSV Vellmar

Voller Einsatz: Vellmars Abraham Rochel Icardo (links), der gestern 40 Jahre alt wurde, gegen Wettenbergs Niclas Puhl. Foto: Fischer

Vellmar. Einen Rückschlag gab es für den TSV Vellmar im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga. Mit 24:32 (10:15) unterlagen die Nordhessen gegen den Tabellenvierten HSG Wettenberg.

Bei drei Absteigern aus der Oberliga, die sind es aktuell, da Gelnhausen in der 3. Liga wieder unten drin steht, muss Vellmar (13:35 Punkte) in den beiden letzten Spielen Münster noch überholen (13:35).

Mit der Mannschaft aus dem Landkreis Gießen stellte sich ein Team vor, das zeigte, warum es auf dem vierten Platz steht. Wettenberg präsentierte sich von der ersten Minute an hellwach. In der robusten Abwehr ließ man nichts anbrennen und im Angriff waren die Gäste nur schwer auszurechnen.

„Wir haben versucht, alle möglichen Abwehrvarianten zu spielen“, sagte Trainer Heiko Illian. „Aber wir haben gegen den starken Angriff der Wettenberger keine richtige Lösung gefunden.“ In den letzten Spielen habe seine Mannschaft stets einen Schritt nach vorn gemacht, „heute war das ein Schritt nach hinten. Ein gebrauchter Abend.“

Wie sehr der verletzte Antonio Cuncic Vellmar fehlt, wurde in der Partie gegen Wettenberg deutlich. In der Abwehr, weil er zupackt, im Angriff, weil er entscheidende Impulse setzen kann.

Die HSG Wettenberg setzte sich bis zur Halbzeit mit fünf Toren ab. Und nach der Pause ging es im gleichen Rhythmus weiter. Nur schwer waren so schnelle Leute wie Tom Warnke oder Aron Weise zu stoppen. Die sorgten dafür, dass es nach 37 Minuten schon 21:14 für die Spielgemeinschaft stand.

Die Wettenberger profitierten dabei auch von den zahlreichen technischen Fehlern, die sich immer wieder ins Spiel der Vellmarer einschlichen. Zwar steckte der TSV Vellmar nie auf, aber den Sieg der HSG Wettenberg hätte man an diesem Abend nicht gefährden können. Kampf und Wille reicht gegen eine so spielstarke, robuste Truppe einfach nicht.

Vellmar lief über 60 Minuten stets den fünf, sechs Toren, die Wettenberg in der Anfangsphase des Spiels vorgelegt hatte, hinterher.

Unterdessen gibt es noch zwei weitere Neuzugänge beim TSV. Auch Jonas Koch (HSG Körle/Guxhagen) und Michael Schuldes (SVH Kassel) werden in der nächsten Saison in Vellmar spielen.

Vellmar: Gumula, Becker (n.e.); Amneus Kirkemann, Vukasin 2, Munoz 4, Rochel Icardo 3, Hujer 3, Brückmann 2, Stumbaum 1, Trogisch 4, Botte, Kiebach, Körber 5 

Wettenberg: Dellner, Stroh; Schulcz 1, Puhl 3, Becker 2, Olbert 2, Warnke 6/1, Schneider 3, Henkel 3/1, Kreitz, Kneissl 2, Weise 10 

SR: Kerth/Knodt (Riedstadt) - Z.: 200 

Siebemeter: 1/0 - 4/2 - Zweiminutenstrafen 3- 0

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