Gensungen/Felsberg enttäuscht in Wettenberg

26:29 - Zu viele Ausfälle im Angriff

Sven

wettenberg. Eine Spitzenmannschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie Rückschläge schnell weg steckt, ja aus Schaden klug wird. So gesehen ist die ESG Gensungen/Felsberg noch keine. Denn nach der vermeidbaren Auswärtssniederlage in Griesheim ließ der Handball-Oberligist auch bei einem weiteren vermeintlichen Außenseiter Federn und kehrte von Aufsteiger HSG Wettenberg mit einer 26:29 (13:16)-Niederlage zurück.

„Ich bin tief enttäuscht“, bekannte Arnd Kauffeld. Der ESG-Trainer widerstand der Versuchung, als Entschuldigung für die Pleite den verletzungsbedingten Ausfall von Hannes Bauer, Franco Rossel und Marvin Gabriel anzuführen und beklagte stattdessen zu viele Ausfälle im Angriff: „Bei uns war quasi die komplette linke Seite nicht da.“ Gemeint waren die schwachen Jens Wiegräfe, Jan Pollmer und Max Pregler, der in der zweiten Hälfte auch noch verletzt vom Feld humpelte.

Bis zum 6:3 für die Edertaler (11.) fiel diese Schwäche dank des treffsicheren Sven Vogel nicht ins Gewicht, doch dann drehten die Wettenberger das Spiel (10:7 nach 16 Minuten) und kontrollierten es bis zum 25:20 (52.). Und konnten dabei auf Fehler des Gegners bauen, der sie mit seiner Wankelmütigkeit im Angriff zu Tempogegenstößen einlud, die besonders Rechtsaußen Lauber zu nutzen wusste. Auf der anderen Seite konnte der Gast von Ballgewinnen in der Abwehr nicht profitieren, weil die erste und zweite Welle viel zu pomadig vorgetragen wurde.

In der Schlussphase kam die ESG nochmal auf 27:26 (57.) heran, vergab dann aber in Überzahl drei Chancen zum Ausgleich. Lennart Lauber ließ sich nicht lange bitten und sorgte mit zwei Treffern in 50 Sekunden für die Entscheidung. • ESG: Lauterbach, Wicke - Balke, Hütt 4, Vogel 6/1, Pregler 4/4, Wiegräfe 2, Schneider 4, Koch 3, Habenicht, Walther 2, Pollmer 1. (ohm) Foto: Archiv/nh

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