Oberliga: Gensungen/Felsberg düpiert HSG Pohlheim und feiert achten Sieg in Serie

34:22 - ESG-Abwehr brilliert

Treffsicher: Hannes Bauer gelangen für die ESG Gensungen/Felsberg neun Tore beim 34:22-Kantersieg gegen den Tabellenzweiten HSG Pohlheim. Foto: Hahn

Gensungen. „Oh, wie ist das schön. So was hat man lange nicht gesehen, so schön, so schön.“ Das grölten die Oberliga-Handballer der ESG Gensungen/Felsberg nach ihrem Coup vor 400 Zuschauern in der Gensunger Kreissporthalle gegen die HSG Pohlheim. Mit 34:22 (15:12) fertigte das Team von Trainer Arnd Kauffeld den Tabellenzweiten ab.

„Wir waren 60 Minuten unheimlich konsequent in der Deckung. Unsere Taktik ist voll aufgegangen“, freute sich Hannes Bauer. Das Eigengewächs war mit neun Treffern der erfolgreichste Gensunger Torschütze. Damit hat die ESG vier Heimspiele in Serie, insgesamt acht Partien am Stück und fast so hoch wie sonst nur gegen Schlusslicht SVH Kassel (35:22) gewonnen. „Wir haben Charakter gezeigt und bewiesen, was in uns steckt. Wenn wir so spielen, muss uns erst einmal jemand schlagen“, sagte Stephan Untermann.

Der Routinier wusste, dass er und seine Kollegen mehrere Hürden zu meistern hatten. Im Angriff wurden die Ideen von Spielmacher Benedikt Hütt vermisst, der grippegeschwächt nur wenige Minuten mitwirkte. Zudem hätten zwei Rote Karten das Team stoppen können. Erst musste der starke Kapitän und Abwehrchef Jens Wiegräfe nach der dritten Zeitstrafe von der Platte, den die unsicheren Schiedsrichter Budde/Ehlert offensichtlich auf dem Kieker hatten (43.). Drei Minuten später folgte der agile Felix Rehberg für ein „dummes Foulspiel“ (Trainer Kauffeld) am auffälligsten Pohlheimer, Linksaußen Felix Erdmann.

Die gute Ausgangslage, die die überragende Deckung um Wiegräfe und Maximilian Pregler im Mittelblock erarbeitet hatte, stand in Frage. Denn über 2:0 (2./Pregler), 6:4 (11./Untermann) und 11:7 (20./Hütt) hatte die ESG bis zur Pause (15:12) alles im Griff. 22:17 betrug der Vorsprung bis zu den Herausstellungen. „Dann haben wir uns so präsentiert, wie man es als Tabellenzweiter nicht darf. Vom Aufstieg braucht bei uns keiner zu reden“, sagte HSG-Coach Thomas Wallendorf.

Was durchaus als Ritterschlag für die Gastgeber gewertet werden kann, die anschließend als Team über sich hinaus wuchsen. Mit etwas Glück, etwa als Torwart Marc Lauterbach ein weiter Abwurf misslang und der Ball zum 25:18 (48.) über die Linie trudelte. „Das kostet ne Kiste“, frohlockte Betreuer Christian Ide. Aber vor allem viel Klasse von „Icke“ Untermann, der eiskalt jeden Fehler des Gegners mit Toren bestrafte. Auch Jungspund Tim Schneider, der sich nahtlos neben Pregler in die Abwehr einreihte, hatte seinen Anteil am 7:0-Lauf zum 30:18 (53./Bauer). „In der Deckung haben wir brilliert. Im Angriff ist noch Luft nach oben“, sagte Kauffeld. • ESG: Lauterbach (1 Tor/13 Paraden/20 Gegentore), Wicke (1/2) - Bauer 9, Balke, Rehberg 2, Hütt 2, Untermann 7/2, Trogisch 1, Wrzosek 2, Pregler 5, Wiegräfe 2, Schneider 1, Walther 2. HSG: Scholz (16/32), Wüst (0/2) - Schlegel, Hirz 1, Sames, N. Happel 1, Kammer, Weisel 2, Ohrisch 2, Schäfer 5, Erdmann 8, L. Happel, Jezewski, Lex 1, Grundmann 2. SR: Budde/Ehlert. Z: 400. Siebenmeter: 2/2:1/2. Zeitstrafen: 12:4. Rote Karten: Wiegräfe (43., 3. Zeitstrafe), Rehberg (46., Foulspiel, ohne Bericht).

Von Sebastian Schmidt

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