Oberliga: Gensungen/Felsberg feiert gegen starke TSG Münster fünften Sieg in Folge

36:26 - ESG ließ es krachen

Treffsicher: ESG-Rechtsaußen Jan Hendrik Walther nimmt Maß und erzielt einen seiner sechs Treffer zum fein herausgespielten 36:26-Sieg gegen Münster. Foto: Kasiewicz

gensungen. Schlüsselsituationen sind in einem Handballspiel schwer auszumachen, denn dafür passiert einfach zu viel. Aber es gibt sie, die Momente, die als Wegweiser für Sieg und Niederlage durchgehen. Das Überzahlspiel der ESG Gensungen/Felsberg nach 32:05-Minuten etwa, das der heimische Handball-Oberligist in einem bis dahin ausgeglichenen Spiel durch Tore von Jan Hendrik Walther (2) und Stephan Untermann nutzte, um auf 19:14 davon zu ziehen. Gegner Münster dagegen konnte kurz darauf die Gunst eines Mannes mehr auf dem Parkett (1:1) nicht nutzen.

Der Hauch einer Vorentscheidung, die schließlich der eingewechselte Max Pregler herbei führte. Seine Mission: Die Manndeckung für seinen Spielmacherkollegen Benedikt Hütt ausgleichen, was ihm bei seinem Kurzeinsatz bis zum 27:20 (46.) vortrefflich gelang. So griff bei den Edertalern ein Rad in das andere, was einen famosen 36:26 (16:14)-Erfolg gegen die TSG zur Folge hatte.

„Das war ein richtig gut heraus gespielter Sieg“, freute sich Trainer Arnd Kauffeld, der mit seinen Einwechselungen und taktischen Änderungen einen erheblichen Anteil daran hatte. Ein Beispiel: Hannes Bauer. Der Linksaußen kam nach zwölf Minuten, überraschte den Gegner mit seiner Dynamik und traf gleich mal zum 7:7 (14.). Damit war der Fehlstart (1:4 nach vier Minuten) korrigiert, die eigenen Abwehrprobleme gegen den bärenstarken TSG-Rückraum aber immer noch nicht behoben. Dazu trug Stephan Wicke, nach 20 Minuten für den blassen Marc Lauterbach gekommen, genauso bei wie die Umstellung von einer 5:1- auf eine 6:0-Deckung, wobei Rechtsaußen Walther Eryk Kaluzinski an die Leine nahm.

Der konnte sich zudem über sechs blitzsaubere Tore ohne jeden Fehlwurf freuen. „Ich habe die Bälle gut abgelegt bekommen“, gab der Routinier die Komplimente an seine Nebenleute, allen voran Kevin Trogisch, weiter. Denn die wussten aus dem Rückraum über 60 Minuten den nötigen Druck zu erzeugen, der dann die entsprechenden Räume auf den Flügeln - links wie rechts - schaffte. So strahlte die ESG von allen Positionen Gefahr aus und wirbelte im Positionsangriff phasenweise wie zu wesentlich besseren Zeiten.

Wicke hat Spaß

Der hatte in der Schlussphase dann auch noch einige Kabinettstückchen auf Lager, während Torwart Wicke seinen Kasten so gut wie zunagelte. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte der Schlussmann, dessen tolles Comeback nach fast zweimonatiger Verletzungspause ins Bild einer Mannschaft passte, die das Tal der Tränen endgültig durchschritten hat und auf dem Weg zu neuen Ufern ist. Eine Zwischenstation nach dem fünften Sieg in Folge: Die eigene Weihnachtsfeier, auf der es die Gensunger „so richtig krachen ließen“ (Walther). Fast so wie gegen Münster. • Gens./Felsberg: Lauterbach (4 Paraden/9 Gegentore), Wicke (ab 20., 18/17); Bauer 4, Konietzka, Rehberg 3, Hütt 4, Untermann 5/3, Trogisch 4, Pregler 3/1, Wiegräfe 5, Schneider 1, Otto 1, Walther 6, Köpke. Münster: M. Kunz (15/24), Steen (31.-47., 2/12); Schreiber, Schwarz, Stancic 6, Dautermann 5, Roos, Jacobi, Kaluzinski 4, Friemann 3, T. Kunz 4/3, Ikenmeyer 3, Schuster, Ulshöfer 1. SR: Hess/Mayfarth. - Z.: 300. Siebenmeter: 5/4:3/3. Zeitstrafen: 2:6-Minuten.

Von Ralf Ohm

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