Oberliga: Kauffeld-Team überrennt Hüttenberger Bundesliga-Reserve – starkes Umschaltspiel der ESG

37:26 - Gensungen in Torlaune

Mal wieder entwischt: Gensungens Vince Schmidt (r.), der hier den Hüttenberger Evgenij Chalepo stehen lässt und einen seiner sieben Treffer erzielt. Foto: Hahn

Gensungen. Souveräner Heimsieg für die ESG Gensungen/Felsberg: Mit 37:26 (20:11) setzten sich die Gastgeber in der Handball-Oberliga gegen die Reserve des TV Hüttenberg durch. Es war der dritte Heimerfolg in Serie, mit dem die Hausherren auf den vierten Tabellenplatz klettern.

Ein sichtlich zufriedener ESG-Trainer Arnd Kauffeld hatte am hoch konzentrierten Auftritt seiner Schützlinge nichts auszusetzen. „Wir haben uns gut bewegt und es fast immer geschafft, in der Defensive zwischen Tor und Gegner zu kommen“, lobte Kauffeld die vom Mittelblock um Christoph Koch und Maik Gerhold gut organisierte 6:0-Deckung. Die Folge: Vor allem in der ersten Hälfte endeten viele TVH-Angriffe mit einem Ballverlust am Kreis. Der dann vom Heimteam über schnelle Tempogegenstöße durch die Außen Jan Pollmer und Jan-Hendrik Walther zu einfachen Toren genutzt wurde.

Hinzu kam eine starke Torwartleistung des reaktionsschnellen Marc Lauterbach, der mit insgesamt 16 Paraden die Gäste ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Und sich ebenso als Passgeber für seine durchstartenden Mitspieler hervortat. „Heute hat das Umschaltspiel richtig gut funktioniert. Bis auf ein Ball ist jeder lange Pass von mir angekommen und wurde effektiv verwertet“, freute sich Lauterbach über den bisher torreichsten Auftritt der Saison.

Schmidt überzeugt

Nach dem es zu Beginn noch nicht ausgesehen hatte. Zehn Minuten gestaltete die Bundesliga-Reserve mit ihrer offensiven 3:2:1-Abwehr das Spiel ausgeglichen und ließ die zunächst mit zwei Kreisläufern agierende ESG nicht zur Entfaltung kommen. Auch die Personalnot im rechten Rückraum, wo die verletzten Cornelius Feuring und Tim Schneider durch Jan Hendrik Otto ersetzt wurden, machte sich bemerkbar.

Jedoch nicht allzu lange: Angetrieben von Spielmacher Benedikt Hütt, der aus dem Rückraum variabel seine Nebenleute gekonnt in Szene setzte oder selbst den Abschluss suchte, setzte es zwischen der 10. und 16. Minute einen 7:1-Lauf für die Gastgeber, von dem sich die zusehends demoralisierten Schützlinge von Trainer Alois Mraz auch in der zweiten Hälfte nicht mehr erholen sollten.

Denn auch nach dem Wechsel ließen die Kauffeld-Schützlinge nicht nach. Im Gegenteil: Die Offensive um den agilen Vince Schmidt (sieben Treffer) schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Nur der Versuch des Kempa-Tricks misslang den Edertalern – der einzige (verzeihliche) Makel an einem Abend, an dem es sonst aus Gensunger Sicht nichts zu meckern gab. • Gens./Felsberg: Lauterbach (16 Paraden/17 Gegentore), Mügge (bei zwei Siebenmetern, ab. 45., 4/9); Bauer 2, Rossel 2, Gerhold 1, Hütt 5, Schmidt 7, Otto 2, Rohde, Koch 5, Walther 5, Pollmer 8/1. Hüttenberg II: Laudt (7/35), Lorenz, Brücher (48. -49., 1/2); Belter, Friedl 1, Panther 2, Lenz 1, Chalepo 3, Cremers 6/6, Lauer 7/7, Schmidt 3, Cosic, Wrackmeyer 1, Kiethe 1. SR: Arndt/Lapschies. Z: 283. Zeitstrafen: 4:6-Minuten. Siebenmeter: 1/3:7/7.

Von Fabian Seck

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