Handball-Oberliga: Rossel und Vogel am treffsicherten bei Gensunger Kantersieg

44:22 - den Bierfuchs freut’s

War nur ganz schwer zu stoppen: Gensungens Halblinker Franco Rossel (am Ball), der hier von Kahl/Kleinostheims Hannes Geist angegriffen wird und beim 44:22-Kantersieg neun Treffer markierte. Foto: Hahn

Gensungen. Das war ein Abend ganz nach dem Geschmack von Hannes Bauer! Denn der 22-Jährige ist der Bierfuchs der ESG Gensungen/Felsberg und dafür zuständig, dass die Spieler des Handball-Oberligisten offene Kisten an die Mannschaft verteilen. Und beim 44:22 (18:12) gegen die HSG Kahl/Kleinostheim ist einiges zusammengekommen.

„Das könnte teuer für mich werden“, wusste beispielsweise Franco Rossel augenzwinkernd. Dem 20-Jährigen war der 40. Treffer der ESG (40:21, 54. Minute, 1 Kiste) gelungen, muss zudem für das Bild in der Zeitung eine Runde spendieren (bitte schön dafür). Und auch ein Kempa-Trick (22:14, Pass von Marvin Gabriel, 35.) sowie neun Tore allein im zweiten Durchgang vom Halblinken wären einen Kasten Gerstensaft wert gewesen. 60 Minuten durchgespielt hat er indes nun zum zweiten Mal.

Erstes Tor für Habenicht

Eine weitere Premiere war der erste Treffer im Männer-Bereich für Martin Habenicht (44:21, 59.), der den 17-Jährigen ebenso eine Kiste kostet wie Tim Schneider das 30. Tor (30:18, 42.). „Das hat richtig Spaß gemacht. Wir haben uns ein Stück weiterentwickelt und endlich mal so eine Mannschaft aus der Halle geschossen“, freute sich ESG-Coach Arnd Kauffeld, dessen Team zuvor Probleme mit eigentlich schwächeren Gegnern hatte.

Kahl/Kleinostheim war jedoch auch wegen seiner Personalnot (nur neun Feldspieler) maximal neun Minuten bis zum 4:3 auf Augenhöhe. Dann zogen Sven Vogel (2), Maximilian Pregler per Siebenmeter und Hannes Bauer der HSG mit vier Toren in nur zweieinhalb Minuten zum 8:3 den Zahn. Gerade in der Phase, in der es die Unterfranken mit einer kurzen Deckung für den wurfstarken Spielmacher Marvin Gabriel versuchten.

Die offensive Gensunger 6:0-Abwehr um den Mittelblock mit Christoph Koch und Maximilian Pregler (Kapitän Jens Wiegräfe fehlte, weil er im Stau steckte) sowie phasenweise Franco Rossel und Jannis Balke kannte indes keine Gnade. Und wenn nicht, waren die Torhüter zur Stelle. Stephan Wicke parierte einen Siebenmeter und auch sonst solide, ehe Marc Lauterbach ab der 42. Minute mit neun Paraden und nur vier Gegentreffern Ambitionen für mehr Spielanteile untermauerte.

Dafür bekam er ebenso Szenenapplaus wie seine Kollegen für tolle Tore. Jan Pollmer etwa für einen Unterarmwurf, Sven Vogel für diverse Tempogegenstoßtreffer und natürlich Franco Rossel, dem nach der Pause fast alles gelang. Einmal hatte der Halblinke übrigens im Männerbereich ebenso oft in einer Halbzeit getroffen. Am 29. November 2014 für die HSG Wesertal beim 33:28 bei der HSG Fuldatal II gelangen ihm 19 (!) Tore in der Bezirksoberliga. Zwei Klassen höher ist er jetzt angekommen - und das bierselig. • ESG: Wicke (11 P./18 GT.), Lauterbach (9/4), Röse (n.e.), Bauer 1, Rossel 9, Balke, Vogel 9, Pregler 6/4, Gabriel 6, Schneider 6, Koch 2, Habenicht 1, Walther, Pollmer 4. HSG: Burdack (0/1, bei einem 7 m), Hartig (9/43) - Wienand 1, Gündling 1, Naß, Wuth 5/1, Roth 1, Berbericht, Ludwig 2/1, Geist 4, Bardina 7. SR: Gölzer/Stalev. Z: 350. Siebenmeter: 4/4:3/2. Zeitstrafen: 2:4 Minuten.

Von Sebastian Schmidt

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