Oberliga: Merlin Kothe mit neun Treffern bester Werfer der Bundesliga-Reserve

Abschied mit 28:22-Sieg

Nicht zu halten: MT-Rückraumspieler Merlin Kothe (l.), hier angegriffen von Simon Wuth (HSG), war beim klaren Sieg gegen Kahl/Kleinostheim in Torlaune. Foto: 

Melsungen. Zumindest der Heimabschluss in der Oberliga ist gelungen. Mit 28:22 (16:13) gegen die HSG Kahl/Kleinostheim feierte die MT Melsungen II im letzten Spiel vor eigenem Publikum den sechsten Saisonsieg. Der am Abstieg aus der Handball-Oberliga indes nichts mehr ändert. „Trotzdem war er wichtig, auch als emotionale Vorlage für unsere Verabschiedungen danach“, sagte Trainer Georgi Sviridenko, der angesichts von acht Abgängen vor einem kompletten Neuaufbau steht.

Mit dem Spiel seiner aktuellen Mannschaft konnte er weitgehend zufrieden sein. Nur drei Minuten blieben die Gäste in Reichweite und hielten die Partie ausgeglichen. Weil Yannick Bardina die Führungen von Merlin Kothe und Dimitri Ignatow jeweils ausglich. Aber es dauerte nicht lange, bis Fabian Meyfarth das Wurfbild des luxemburgischen Nationalspielers verinnerlicht hatte und die ersten Würfe Bardinas parierte. Dessen Rolle übernahm wenig später zwar Jonas Wuth, aber da hatten die Melsunger schon eine 6:2-Führung herausgeworfen und kontrollierten das Spiel. „Es war wichtig, so konzentriert in dieses Spiel hineinzugehen“, befand Sviridenko.

Allerdings taten seine Spieler im Anschluss zu wenig, um den Vorsprung weiter auszubauen. Sodass die Gäste nach Nicola Ludwigs Siebenmeter zum 10:9 wieder dran waren (20.). Dass es bis zur Pause wieder drei Tore wurden, lag zu großen Teilen an den ausgezeichneten Reaktionen Meyfarths, der dann aber im zweiten Durchgang für Maurice Paske Platz machte.

Weil die MT im Gegensatz zu den mit einem schmalen Kader angereisten Gästen von ihren Wechselmöglichkeiten Gebrauch machte und mit zunehmender Spieldauer konditionelle Vorteile hatte, war die HSG nach Jan Grollas Tor in doppelter Unterzahl zum 21:16 (43.) erstmals deutlicher abgehängt. „Dass wir die doppelte Überzahl nicht nutzen konnten, war der Knackpunkt im Spiel“, sagte HSG-Trainer Martin Coors. Zwar mobilisierten die Südhessen anschließend noch einmal die letzten Kräfte und verkürzten auf 22:19, doch dann kam Kothe zurück. Und machte in der Schlussphase noch vier Tore. • MT II: Meyfarth (12 Paraden, 13 Gegentore), Paske (5/9); Rulff 1, Kienast 1/1, Hruby, Bärthel 2, Kothe 9, Ignatow 1, Damm, Feuring 3, Gisbrecht 5/2, Backs 2, Petersen, Grolla 4. HSG: Fuhrmann (10/28), Wienand 4, Franke, J. Wuth 4/1, Roth 1, Berberich 1, S. Wuth 1, Bardina 5, Ludwig 5/3, Denhard 1. SR: Hoffelner/Siedel (Rodgau/ Rimberg). Zeitstrafen: 6:4-Minuten. Siebenmeter: 3/3:6/4.

Von Michael Koch

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