Auf allen Positionen besser

Schnellcheck: ESG Gensungen/Felsberg besiegt im Derby TSV Vellmar

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Nicht zu stoppen: Gensungens Stephan Untermann ist hier mal wieder vor Felix Heckmann am Ball.

Gensungen. 39:30 (19:11) gewann Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg im Derby gegen den TSV Vellmar. Unser Schnellcheck:

Ist das Endergebnis denn gerecht?

Mehr als das! Gensungen war auf allen Positionen besser besetzt. Nur Vellmar-Keeper Christian Gumula stemmte sich gegen die Niederlage, die noch weitaus höher hätte ausfallen können. Allerdings gab es in der zweiten Hälfte eine neue taktische Marschroute von Gensungen-Coach Arnd Kauffeld, worunter die Effizienz ein wenig litt.

Gab es einen besonderen Moment?

Ja. Das 30:22 von Stephan Untermann. Denn kurz zuvor hatte Vellmar von 29:17 auf 29:22 verkürzt. Untermann setzte sich auf Linksaußen durch und zog noch eine Zeitstrafe.

Wie hat sich der Derbyfaktor ausgewirkt?

Nunja. Zum einen gab es mit gut 600 Zuschauern eine Rekordkulisse in Gensungen. Die Stimmung war gut, aber nicht überschäumend. Was einen einfachen Grund hatte: Das Spiel war dazu einfach nicht spannend genug. Am größten war der Jubel bei einer Doppelparade von Gensungens Marc Lauterbach und dem Tor von Janis Balke, der eigentlich in der zweiten Gensunger Mannschaft spielt. Die mitgereisten Vellmarer Anhänger regten sich vorwiegend über einseitige Schiedsrichterentscheidungen auf, was teilweise auch berechtigt war.

Rückraum, Außen, Kreisläufer oder Torhüter. Welcher Mannschaftsteil war am besten?

Bei Gensungen überzeugte jeder Mannschaftsteil. Neben Kreisläufer und Linksaußen Untermann machte Jan Hendrik Walther im Angriff, aber vor allem als Abwehrspieler eine starke Partie. Bei Vellmar ragte nur ein Mannschaftsteil heraus, allerdings negativ: Der Rückraum.

Gab es auch einen traurigen Moment?

Ja, sogar zwei. ESG-Spieler Marco Otto wurde verabschiedet. Ihn schlägt es beruflich bedingt nach Hannover. Peter Köpke konnte nicht mitwirken, da er auf der Arbeit mit einer Kreissäge einen Teil seines linken Zeigefinger abschnitt.

Warum wollte das 40. Tor nicht fallen?

Fragen wir doch Max Pregler. 39 Tore hatte die ESG schon erzielt und Pregler hatte gleich drei (!) weitere Chancen in den letzten zwei Minuten. 30 Sekunden vor Schluss macht er es dann richtig clever und holte sich eine Zeitstrafe ab. „Am Ende fehlte mir wohl die Kraft“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Die fällige Kiste dürfte trotzdem auf seine Rechnung gehen.

Von Daniel Schneider

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