Oberliga: Gensungen/Felsberg verliert gegen Hüttenberg nicht nur das Spiel

Auch noch Hütt fällt aus

Zog sich einen Bänderriss zu: Gensungen/Felsbergs Benedikt Hütt (Mitte, hier gegen Hüttenbergs Maximilian Rühl). Im Hintergrund: Felix Rehberg. Foto: Hahn

Gensungen. Es sollte die schmackhafte Vorspeise zur Verabschiedung nach 33 Jahren von Mannschafts-Physio Norbert Schlüter werden, doch Oberligist ESG Gensungen/Felsberg ließ sie sich mit 27:30 (16:14) von der Zweitliga-Reserve des TV Hüttenberg versalzen.

Was für die Gastgeber angesichts der schweren Verletzung von Regisseur Benedikt Hütt (Bänderriss im Knöchel) allerdings in den Hintergrund rückte. Für die Gäste dagegen bedeuteten die beiden Punkte einen Befreiungsschlag gegen den drohenden Abstieg.

Und verdient waren sie dazu. „Wir haben das uns vorgenommene Spielkonzept 60 Minuten auf die Platte gebracht“, freute sich TVH-Trainer Mario Weber. Als da waren: geduldig spielen, die Partie möglichst lange offen halten und hinten raus sehen, was man mitnehmen kann. Ein Plan, den sein Team voll umsetzte. Das ließ die ESG nur auf maximal vier Tore davonziehen (9:5, 14.), war aber sechs Minuten später beim 10:10 wieder dran. Erzielt von Max Rühl, ihren Besten vor dem Seitenwechsel. Kurz darauf musste Hütt nach einer unglücklichen Angriffsaktion das Spielfeld verletzt verlassen. Dennoch reichte es zur Pause für einen knappen Vorsprung. Weil Tim Schneider (Trainer Arnd Kauffeld: „Einer der Lichtblicke“) die von Felix Rehberg freigesperrten Gassen ein ums andere Mal nutzte und der Kreisläufer auch selbst zweimal erfolgreich war.

Nach der Halbzeit kippte das Spiel. Max Pregler traf zwar dreimal bis zum 19:18 (38.), schaffte es aber nicht, das Spiel unter Kontrolle zu bringen. So blieb im Angriff vieles Stückwerk. Trotzdem: „Wir haben uns vorn immerhin Chancen erspielt“, sagte Rehberg fast trotzig. Ergänzte aber auch: „Verloren haben wir das Spiel dafür in der Abwehr gegen zwei Hüttenberger“. Womit er Max Rühl vor, und Markus Semmelroth nach der Pause meinte. Denn als Rehberg Rühl erfolgreich mit kurzer Deckung aus dem Spiel nahm, traf Semmelroth dreimal im Folge und machte aus einem Rückstand die eigene 23:21-Führung (47.).

„Wir haben zu undiszipliniert agiert“, erkannte Kevin Trogisch selbstkritisch. Obwohl er selbst fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 24:28 als siebter Feldspieler auf der Mittelposition für mehr Bewegung gesorgt hatte. Zu spät vielleicht, denn mit dem Linkshänder als Spielmacher hatten die Gäste Probleme. Der A-Jugendliche Johannes Klein und der starke ehemalige Jugend-Nationaltorhüter Konstantin Poltrum mit einem Wurf ins leere Gensunger Tor machten den Sack jedoch in der letzten Minute zu. • ESG: Lauterbach, Wicke, Röse – Bauer 4/1, Balke, Rehberg 2, Hütt, Trogisch 3, Wrzosek, Pregler 4, Wiegräfe 2, Schneider 7, Köpke, Walther 5. TVH: Poltrum 1, Dellner – Lauer, Sasse, Niclas 3, J. Klein 2, Chalepo 2, Rühl 8, Höpfner 5/2, M. Klein, Engel 2, Ceh 2, Dorzweiler 1, Semmelroth 4.

Z: 500. SR: Hohm/Petry (Großostheim/Obernburg). ZS: 6:14 Min. Siebenmeter: 2/1 - 2/2.

Von Michael Koch

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