Oberliga: Gensungen/Felsberg will in der „Hölle Süd“ bestehen – Bangen um Hütt

Auf Augenhöhe mit dem Ersten?

Szene aus dem Hinspiel: Gensungens Benedikt Hütt (am Ball) gegen Gelnhausens Frank Eidam im Duell der Spielmacher. Foto: Hahn

Gensungen/Gelnhausen. Die Pflicht war erfüllt, als sie sich mit sieben Siegen in Serie aus dem Tabellenkeller gearbeitet hatten. Die Kür wurde mit Bravour bestanden, weil sie den Zweitplatzierten HSG Pohlheim vor einer Woche mit 34:22 von der Platte fegten. Jetzt folgt die Reifeprüfung beim Spitzenreiter TV Gelnhausen, wo die Oberliga-Handballer der ESG Gensungen/Felsberg am Samstag (19.30 Uhr) gefordert sind.

„Ich bin echt gespannt, ob wir auch da bestehen können“, sagt Arnd Kauffeld. Klar, der Lauf von 16:0-Punkten hat die Brust breit gemacht in Gensungen. Dem setzt Gelnhausen aber sogar elf Siege am Stück gegenüber. Als die Halbzeitmeisterschaft am 13. Dezember mit 28:17 gegen den Ligafünften SG Bruchköbel perfekt gemacht wurde, jubelten dem Team von Coach Andreas Kalman 1000 Zuschauer in der „Hölle Süd“ zu.

Auch im Hinspiel trumpfte Gelnhausen auf und düpierte die ESG in eigener Halle mit 36:28. „Da haben sie mit uns Katz’ und Maus gespielt“, blickt Kauffeld zurück. Überragender Mann an alter Wirkungsstätte war der Ex-Gensunger Frank Eidam. Und zwar in Personalunion als Torjäger, Spielgestalter und im Mittelblock. Dennoch sagt der ESG-Trainer: „Frank sticht in Gelnhausen nicht heraus, weil sie auf allen Positionen überdurchschnittlich besetzt sind.“ Angefangen bei Julian Lahme im Tor, über die Außen Peter Jambow und Tobias Seel, den Rückraumspielern Fabian Eurich und Sven Schreiber sowie Kreisläufer Björn Pape.

Da können die Gäste nur hoffen, dass die Südhessen wie in der jüngeren Vergangenheit nach einer starken Hinrunde in der Rückserie etwas einbrechen. Vergangene Saison siegte der Turnverein gegen die ESG mit 31:28 und 31:25. „Wenn wir es schaffen, Gelnhausen auf Augenhöhe zu begegnen und das Spiel bis zum Schluss offen halten, können wir stolz sein“, sagt Arnd Kauffeld.

Die Zurückhaltung des Gensunger Coaches ist einer mäßigen Trainingswoche geschuldet. Sebastian Wrzosek fehlte, weil er ein Haus baut und beruflich stark eingespannt ist. Ein neuer Job ist zudem der Grund, warum Kevin Trogisch drei Wochen lang nicht trainieren kann, aber immerhin zu den Spielen zur Verfügung steht. Einen Rückschlag gab es dagegen für Spielmacher Benedikt Hütt, der grippegeschwächt ausfallen könnte. Gut, dass dafür die beiden Jüngsten im Kader aufsteigende Form haben. Maximilian Pregler (20) und Tim Schneider (19) überzeugten gegen Pohlheim in der Deckung und „tun uns als Typen richtig gut“, lobt Trainer Arnd Kauffeld. (sbs)

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