Oberliga: ESG verliert nach 18:12-Pausenführung mit 30:34

Auseinander gefallen

Konnte die ESG-Niederlage nicht verhindern: Torhüter Marc Lauterbach, der trotz des 30:34 eine gute Leistung bot. Foto: Kasiewicz

Münster. Am Ende verließen sie wie begossene Pudel das Parkett der Sporthalle der Eichendorffschule Münster. Mit einer 30:34 (18:12)-Niederlage auf dem Buckel, die niemand aus dem Lager der ESG Gensungen/Felsberg so schnell so recht verstehen konnte. Denn: Zur Pause hatte der heimische Handball-Oberligist bei der ESG Gensungen/Felsberg noch mit 18:12 geführt.

„Wir sind auseinander gefallen“, musste ESG-Trainer Kauffeld frustriert konstatieren. Gemeint waren insbesondere die ersten zehn Minuten nach der Pause, als der Gastgeber mit einem 8:0-Lauf zum 20:18 die Partie drehte. Wie konnte das nach einer starken ersten Hälfte geschehen? Der vorher so effektive und von allen Positionen gefährliche Angriff der Edertaler traf nicht mehr - und keiner war da, die Abwärtsspirale aufzuhalten. „Wir haben kopflos agiert“, wusste Arnd Kauffeld um das vielleicht entscheidende Manko. Stattdessen regten sich seine Schützlinge über einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen auf und verloren so völlig den Fokus auf ein Spiel, das sie bis dahin dominiert hatten.

Münster ließ sich nicht lange bitten, erwachte und drehte auf. Besonders im Rückraum. Bastian Schwarz (9/5) traf wie er wollte, auch weil der Linkshänder immer mehr Freiheiten genoss. Davon profitierte in ähnlicher Weise Julian Schuster (8), der den Torerfolg vornehmlich über die bröckelnde Gensunger Mitte suchte.

Trotzdem brachte Jan-Hendrik Walther seine Mannschaft in der 49. Minute nochmal auf 23:25 heran. Ein Hoffnungsschimmer, der mit Schneiders Ausfall erlosch, als der Linkshänder wegen einer Bauchmuskelzerrung auf die Bank musste. Alternativen angesichts der Edertaler Verletztenmisere: Fehlanzeige. So musste im Positionsangriff mehr schlecht als recht improvisiert werden. Zudem baute die Gäste-Deckung trotz eines gut aufgelegten Torwarts Marc Lauterbach immer mehr ab.

Die Folge: „Wir konnten den Schalter nicht mehr umlegen“ (Kauffeld). Ulshöfers viertes Tor zum 32:28 brachte drei Minuten vor Schluss die Entscheidung zugunsten der TSG, die lange Zeit von einem Sieg nicht mal träumen konnte. • Gens./Felsberg: Lauterbach, Röse; Bauer 2/2, Balke 4, Hütt 2, Prgeler 5, Gabriel 4, Schneider 3, Koch 5, Walther 3, Pollmer 2. SR: Budde/Ehlert. Z: 300. Zeitstrafen: 2:8-Minuten. Siebenmeter: 5/5:2/2.

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