Oberliga: Gensungen/Felsberg kassiert gegen Dutenhofen vierte Pleite in Folge

Blick geht nach unten

Zeigte vor allem im Angriff eine gute Leistung: Gensungen/Felsbergs Franco Rossel kann hier von Dutenhofen/Münchholzhausen nicht gestoppt werden. Foto: Hahn

Gensungen. Jetzt ist die Krise da! Die Niederlage von Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg war die vierte Pleite in Folge. 30:32 (15:16) hieß es vor 250 Zuschauern in der Gensunger Kreissporthalle gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II.

„Wir befinden uns in einer Abwärtsspirale“, erkannte ESG-Spielmacher Marvin Gabriel. Das Paradoxe: Seine Mannschaft zeigte eine gute Partie. Die Zuschauer bekamen ein flüssig vorgetragenes Spiel mit verschiedenen Auslösehandlungen, einen tollen Konterspezialisten Hannes Bauer und einen über sich hinaus wachsenden Stephan Wicke im ESG-Tor zu sehen. Allein, es reichte nicht. Wieder nicht. „Es sind Kleinigkeiten. Aber zu viele Kleinigkeiten“, sagte Trainer Arnd Kauffeld. Von Beginn an entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, nie zog eine Mannschaft mit mehr als drei Toren davon. Die HSG, die Nachwuchsmannschaft des Bundesligisten HSG Wetzlar, zeigte sich von Trainer Andreas Klimpke hervorragend eingestellt auf die Angriffsbemühungen des Gastgebers.

Denn es hakte vor allem im gebundenen Angrifsspiel der Kauffeld-Sieben. Gabriel war im Rückraum oft auf sich allein gestellt. Der 19-Jährige Franco Rossel sorgte zwar auf Halblinks für ein wenig Entlastung, aber auch er nahm sich Schwächephasen während seines Dauereinsatzes. Problematisch war vor allem die halbrechte Position. Weder Jens Wiegräfe, noch Tim Schneider und Max Pregler, der sein Comeback feierte, spielte sich dort in den Vordergrund. Immer wieder wechselte Kauffeld auf dieser Position, während die anderen fünf Feldspieler fast durchspielten. Trotzdem: Die ESG war immer in Schlagweite. Fantastisch der Schlagwurf von Pregler mit dem Halbzeitpfiff zum 15:16. Alles war noch drin.

Aber auch in der zweiten Hälfte lief die ESG immer einen Rückstand hinterher. Zwar erzielten die Edertaler noch einige Male den Ausgleich (23:23, 25:25, 25:25, 26:26), aber immer hatten die Mittelhessen die passende Antwort parat. Was an einem variantenreichen Rückraum lag, dem zu oft zu große Lücken angeboten wurden.

„Wir sind immer cool geblieben“, freute sich Andreas Klimpke. Sein Gegenüber Kauffeld haderte mit dem Wurfpech: „Wir haben mindestens sechsmal den Pfosten getroffen.“ Während Gabriel relativierte: „Wir hatten viel Pech, auf der anderen Seite hat uns Stephan Wicke mit seinen Paraden aber auch immer im Spiel gehalten.“

Jetzt geht der Blick nach unten. In diesem Jahr gibt es noch drei Spiele gegen Teams, die hinter der ESG stehen und deren Krise nutzen wollen. • ESG: Lauterbach (11 Gegentorte, 5 Paraden), Wicke (21/14) - Gabriel 7/1, Bauer 5, Rossel 6, Pregler 2, Wiegräfe, Schneider 1, Koch 5, Walther 4. HSG: Scholz (30/12) - Pjanic 2, Lindenstruth 1, L. Wallwaey 1, J. Weber, Schwalbe, Schaus 7, Loh 7, T. Weber 3, Agel 1, Gohly 2, Ludwig 8/3, Heimbach. SR: Binzer/Enge. - Z.: 250. Siebenmeter: 2/1:3/3. Zeitstrafen: 8:2-Minuten.

Von Daniel Schneider

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