Im Derby kann Felsberg den Abstieg der SVH besiegeln - Dino Duketis kommt doch nicht

Blick geht in die Zukunft

Hoffnungsträger: Harleshausens Christian Damm (rechts) ist einer der vielen jungen Spieler der SVH, die sich zukünftig in der Landesliga weiterentwickeln sollen. Archivfoto: Fischer

Kassel. Wenn die SVH Kassel am Samstagabend ab 19 Uhr die ESG Gensungen/Felsberg zum Derby empfängt, könnte die erste Entscheidung der Handball-Oberliga-Saison fallen. Gewinnen die Felsberger, ist der Klassenerhalt für die Harleshäuser auch rechnerisch nicht mehr möglich. Durch den Abzug von zwei Punkten am Saisonende würde der Rückstand auf Rang elf fünf Spieltage vor dem Saisonende elf Zähler betragen.

Eine Situation, die die Harleshäuser aber gar nicht so erschüttern würde. „Wir haben schon in der Winterpause damit angefangen, zweigleisig zu planen“, sagt Abteilungsleiter Markus Suchan. Auch SVH-Trainer Iljo Duketis und der Mannschaft war schon vor Wochen bewusst, dass der Klassenerhalt sehr unwahrscheinlich ist. „Die Jungs sind ja nicht dumm. Natürlich hatten wir zwischendurch nochmal Hoffnung, aber wenn es nicht klappt, ist das nicht schlimm“, erklärt Iljo Duketis. Man habe von Seiten der SVH auch immer den Plan B in der Tasche gehabt.

Und der sieht nach dem Gang in die Landesliga nicht den sofortigen Wiederaufstieg vor. „Es muss unser Ziel sein, die jungen Spieler langfristig zu binden, ihnen Vertrauen zu schenklen und sie immer weiter zu entwickeln“, erläutert Duketis. Daher würden die Jungspunde wie Christian Damm, Niklas Plümacher oder auch Tim Konermann schon jetzt Spielpraxis bekommen, um Erfahrung in der Oberliga zu sammeln.

Langfristig gibt es bei den Harleshäusern einen Drei-bis-Fünf-Jahresplan. „Unser Ziel ist es, in drei Jahren wieder in die Oberliga aufzusteigen und in fünf Jahren dort immer noch zu spielen“, sagt Suchan. Soll heißen: Gelingt der Wiederaufstieg wollen sich die Harleshäuser dann in der Oberliga etablieren.

Für das kommende Jahr soll zunächst einmal ein Gros der Mannschaft erhalten bleiben. „90 Prozent der Leute, mit denen wir bislang gesprochen haben, haben uns eine Zusage für die nächste Spielzeit gegeben“, erklärt Suchan. Ensgültige Gespräche gebe es aber erst, wenn es einen neuen Trainer für die kommenden Handball-Saison gibt. Eigentlich wurde mit Dino Duketis als neuem Trainer geplant, der musste jetzt allerdings absagen. „Dino hat uns aus beruflichen Gründen abgesagt. Ich hatte große Hoffnungen in Dino, aber der Beruf geht immer vor“, sagt der SVH-Abteilungsleiter.

So muss sich Suchan zum zweiten Mal in dieser Saison auf Trainersuche begeben. Eine Entscheidung soll aber in den nächsten zwei Wochen fallen. „Wir sind mit zwei Kandidaten in Gesprächen. Wir setzen in den nächsten Jahren auf Kontinuität und brauchen dafür auch den richtigen Trainer“, so Suchan. Eins steht fest: Iljo Duketis wird nicht Trainer der SVH bleiben: „Ich würde dem Verein gerne verbunden bleiben, aber in einer anderen Funktion“ (msf)

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