Oberliga: Kauffeld setzt auf Pollmer – MT-Talent Ignatow vor Debüt – Denk erwartet Vaupel zurück

Böddiger will nochmal oben angreifen

Nicht wirklich beste Freunde: Melsungens Eugen Gisbrecht (links) und Gensungen/Felsberg Max Pregler. Fotos: Hahn (1), Kasiewicz (2)

Schwalm-Eder. In der nächsten Woche geht es schon wieder los für die heimischen Handball-Oberligisten. Die Ziele der Vereine sind dabei ganz unterschiedlich.

ESG Gensungen/Felsberg

Der Vorsatz: Den Entwicklungsprozess vorantreiben möchte Arnd Kauffeld, Trainer vom Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg. Vor allem in Hinblick auf die nächste Saison, was zeigt: nach oben geht in dieser Serie nicht mehr viel. Zehn Punkte beträgt bereits der Rückstand auf den Aufstiegsplatz. Zu viel.

Der Auftakt: Könnte gegensätzlicher nicht sein. Zuerst geht es gegen den Tabellenletzten Kahl/Kleinostheim, bevor die Kauffeld-Sieben zum Aufstiegsfavoriten Hanau reisen muss. Ein richtiges „Highlight-Spiel“ hat Kauffeld übrigens nicht. Für die Zuschauer ist das Derby am 13. Februar bei der MT Melsungen interessant.

Die Veränderung: Am Personal ändert sich in dieser Serie nichts mehr. Die ersten Gespräche bezüglich Vertragsverlängerungen wurden bereits geführt, demzufolge geht es für Kauffeld schon eher darum, sich in den verbleibenden Partien auf die neue Serie einzuspielen. Vermehrt Einsatzzeiten stellt der Coach Torwart Joshua Röse, Jannis Balke und Jan Pollmer in Aussicht.

Die Vorbereitung: Ging in dieser Woche wieder los. Am Donnerstag fand eine Trainingseinheit mit dem von Trainer Gernot Weiss gecoachten Niedersachen-Oberligisten Rosdorf-Grone statt. Am Sonntag gibt es ein Testspiel gegen Landesligist Korbach. MT Melsungen II

Der Vorsatz: Noch ist der Oberliga-Aufsteiger nicht gerettet, auch wenn es schon ziemlich gut aussieht. „Wir wollen jetzt schnell die nötigen Punkte holen, um dann noch vermehrt unsere A-Jugendspieler einzubauen“, sagt MT-Coach Georgi Sviridenko.

Der Auftakt: Da trifft die MT mit Dutenhofen und Hüttenberg auf zwei weitere Reservemannschaften. „In der Rückrunde wird es für uns schwieriger, dem wollen wir unseren Trainingsvorsprung entgegenstellen“, sagt Sviridenko.

Die Veränderung: Neben den A-Jugendlichen Johannes Golla, Jan Grolla und Florian Weiß wird Rechtsaußen Dimitri Ignatov in der Rückrunde sein Debüt im Männerbereich feiern. Der Jugendnationalspieler kann auch im nächsten Jahr noch in der A-Jugend spielen.

Die Vorbereitung: In dieser Woche wurde sogar zweimal vormittags trainiert. Am Wochenende steht ein ziemlich gut besetztes Turnier in der Nähe von Göttingen an, wo auch Drittligist Eintracht Baunatal teilnimmt.

Eintracht Böddiger

Der Vorsatz: Mit mehr Tempo will Frauen-Oberligist TSV Eintracht Böddiger in der Rückserie agieren. „Wir wollen eine offensive Abwehrformation einstudieren und uns in der ersten Welle und der schnellen Mitte verbessern“, sagt Trainer Mike Fuhrig.

Der Auftakt: Hat es gleich in sich. Es geht zuerst nach Eibelshausen und – einen Sieg vorausgesetzt – kommt es eine Woche darauf zum Topspiel gegen Tabellenführer Oberursel. Das Ziel für die Rückrunde ist klar: „Natürlich wollen wir nochmal oben angreifen“, so Fuhrig. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf den Aufstiegsplatz.

Die Veränderung: Rechtsaußen Sophie Wagner (Fuhrig: „Ein Riesentalent.“) wird weiter zum Kader gehören. Dazu wird eventuell noch eine talentierte Torhüter aus der B-Jugend mittrainieren. Miriam Puntschuh aus der zweiten Mannschaft, die schonmal ausgeholfen hat, würde Fuhrig gern in seiner Mannschaft sehen.

Die Vorbereitung: Zwei Wochen gab der 50-Jährige seiner Mannschaft frei. Am Mittwoch wurde zum ersten Mal wieder trainiert. Zwei, drei Spielerinnen sind noch beim Skifahren, zum Auftakt der Rückrunde erwartet Fuhrig aber seinen kompletten Kader zurück.

SG Kirchhof II

Der Vorsatz: 20 Punkte sollen am Ende auf der Habenseite von Frauen-Oberligist SG 09 Kirchhof stehen. „Es könnte sein, dass vier oder sogar fünf Teams absteigen müssen“, sagt SG-Coach Christian Denk. Er hat die Restserie in zwei Kategorien unterteilt: Zum einen die Gegner, bei denen sein Team Erfahrungen sammeln soll wie Auftaktgegner Mörfelden und dann die restlichen Mannschaften, bei denen das Juniorteam vor „Endspielen“ steht.

Der Auftakt: „Das Spiel gegen Aufstiegsfavorit Mörfelden ist für uns wie ein Vorbereitungsspiel auf die Restserie“, sagt Denk. Wichtig wird die Partie danach gegen Eibelshausen.

Die Veränderung: Charline Vaupel wird wieder in den Kader zurückkehren. „Sie hat ihre Knieprobleme auskuriert und ist eine Verstärkung für Rechtsaußen“, hofft Denk. Dafür wird Hanna Krug ab Februar aus beruflichen Gründen wegfallen.

Die Vorbereitung: Viermal wurde unter der Woche trainiert, viermal wird auch nochmal in der kommenden Woche trainiert. „Es wird eine schwere Rückrunde. Gut möglich, dass wir erst am letzten Spieltag wissen, ob wir die Klasse halten können“, so Denk.

Von Daniel Schneider

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