Handball-Oberliga: „Diese Niederlage tut weh“

22:35-Derbypleite für SVH - nur Botte und Tataraga gefährlich

Freie Bahn: SVH-Angreifer Daniel Botte erzielt hier eines seiner acht Tore. Nicht mehr eingreifen kann Gensungen/Felsbergs Felix Rehberg. Foto: Hahn

Gensungen. Daran, dass seine Mannschaft mal wieder eine Anfangsphase förmlich verschlafen hatte, störte sich SVH-Trainer Hazim Presic letztlich gar nicht so sehr. Kein Wunder, denn das Team der SVH Kassel war trotz eines frühen 0:5-Rückstands im Derby der Handball-Oberliga bei der ESG Gensungen/Felsberg noch vor der Pause wieder auf Tuchfühlung.

Nein, geärgert hat er sich über den Spielausgang. „Eine Niederlage in der Höhe tut weh“, sagte Presic nach der 22:35 (12:15)-Packung gegen den nordhessischen Rivalen.

Mitentscheidend war die Phase zwischen der 37. und 44. Minute, als die Kasseler fünf Gegentreffer in Folge kassierten und mit 15:23 ins Hintertreffen gerieten. „Wir konnten die Verletzungsprobleme nicht kompensieren“, räumte der Übungsleiter der Gäste treffend ein. Tatsächlich mangelte es den Harleshäusern durch die Ausfälle unter anderem von Andrii Doktorovych und Max Görges an der nötigen Durchschlagskraft. Einzig Daniel Botte und Faruk Tataraga versprühten auf Seiten der SVH Torgefahr. „Ich hätte mir heute zwei Faruks gewünscht“, meinte Presic. Klar, wiederholt kam Tataraga aus der zweiten Reihe zum erfolgreichen Abschluss. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Abwehr der ESG auf den Halbrechten eingestellt hatte. Dann aber provozierten die Hausherren regelmäßig Ballverluste des Kontrahenten und liefen selbst Konter auf Konter.

„Wir sind gut aus der Kabine gekommen und haben die einfachen Tore gemacht“, stellte Gensungen/Felsbergs starker Spielmacher Benedikt Hütt erfreut fest, „damit haben wir den ersten Saisonsieg von vor einer Woche in Dutenhofen vergoldet.“ Da die Edertaler wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls nach Ende der Runde drei Zähler abgezogen bekommen, sind sie jetzt quasi mit einem Punkt im Plus. Dagegen gehen die Kasseler, die noch zwei Zähler verlieren werden, ganz schweren Zeiten entgegen.

Gensungen/Felsberg: Lauterbach (14 P.), Wicke (n.e.) - Bauer 4, Konietzka, Rehberg 2, Hütt 9, Untermann 4/3, Trogisch 5, Wrzosek, Wiegräfe 1, Schneider 4, Otto 2, Walther, Köpke 4. SVH: Zügler (0 P.), Krätzig (ab 9., 8 P.) - Räbiger, Tataraga 4, Schlosser 1, Sellermann, Schuldes, Gribner 2, Guthart 4, Botte 8, Cermak 3/1, Hofmeister, Plümacher, Konermann. SR: Scheld/Späth (Hüttenberg). - Z: 600. - Siebenmeter: 3/3:3/1. - Zeitstrafen: 4:12 Minuten.

Von Björn Mahr

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