Oberliga-Derby: Melsungen selbstbewusst - Hoffnungsträger Meyfarth - Gensungen mit Personalsorgen

Diesmal Duell auf Augenhöhe

Die Nummer eins im MT-Tor: Fabian Meyfarth. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Vorhang auf zum zweiten Oberliga-Derby: Nach der 21:28-Niederlage im Hinspiel sinnen die Handballer der MT Melsungen II vor heimischem Publikum gegen die ESG Gensungen/Felsberg auf Revanche (Sa. 20 Uhr). „Diesmal werden wir selbstbewusster zu Werke gehen“, verspricht MT-Trainer Georgi Sviridenko, während sein Kollege Arnd Kauffeld erhebliche Personalsorgen plagen. Was Prognosen zum Ausgang dieses brisanten Duells kaum möglich macht.

1.Die Ausgangsposition: Gerade mal zwei Punkte trennen die Kontrahenten nach 16 von 26 Spielen in der Tabelle. Nicht nur deshalb ist diesmal ein eindeutiger Favorit nicht auszumachen. „Wir haben uns weiter entwickelt“, sagt Georgi Sviridenko und glaubt auch aufgrund des Heimvorteils an seine Chance. Arnd Kauffeld geht von einem „Spiel auf Augenhöhe“ aus, strahlt aber aufgrund der angespannten personellen Lage nur bedingt Zuversicht aus: „Wir müssen uns in dieser für uns neuen Konstellation erstmal finden.“

2.Das Personal: Jüngstes Edertaler „Opfer“ ist ausgerechnet das zuletzt aufstrebende Rückraumtalent Franco Rossel, der sich im Training einen Bänderriss im Knöchel zuzog. Dazu fällt Jens Wiegräfe (Lungenentzündung) aus, Hannes Bauer (steifer Hals) und Jan-Hendrik Walther (Rückenprobleme) konnten in dieser Woche noch nicht trainieren, Marvin Gabriel und Christoph Koch sind angeschlagen. Bei den Gastgebern muss sich der Melsunger Coach nur um die Torwartposition Gedanken machen, denn Maurice Paske (Überdehnung im Kreuzband) fällt aus und der zuletzt eingesetzte Jannik Lengemann muss zeitgleich mit der A-Jugend in Düsseldorf ran. Dafür bleiben Florian Weiß und Johannes Golla „zu Hause“, um die Bundesliga-Reserve im Spiel des Jahres zu verstärken. Deren Tor hütet Fabian Meyfarth, Nummer zwei ist die sonstige Nummer drei der Bartenwetzer, Alexander Dick.

3.Das Form: Beide Teams sind passabel aus der (kurzen) Weihnachtspause gekommen. Melsungen holte 3:3-Punkte, wobei sich Johannes Golla als Abwehrstratege empfahl. Gensungens 4:2-Zähler sind weniger aussagekräftig, weil Arnd Kauffeld im Derby personell arg improvisieren muss.

4.Die Taktik: Georgi Sviridenko stellt seinen Angriff auf eine Gensunger 6:0-Deckung ein. In der Hoffnung, dass sein Rückraum mit Jannis Kothe und Mario Schanze „mehr Verantwortung“ übernimmt. Eine Melsunger 5:1-Abwehr mit Störenfried Alexander Bärthel soll Gabriel, Pregler, Hütt und Co. stoppen. „Da müssen wir entspannt bleiben und unsere Sachen durchspielen“, gibt Trainer Kauffeld seinem Team mit auf den Weg.

5.Die Duelle: Es war das Duell des Hinspiels - Petr Hruby gegen Christoph Koch, dem es gelang, den ehemaligen tschechischen Nationalspieler an die Kette zu legen. Allerdings hat ihn in der Vorbereitung auf das Derby eine Erkältung aus der Bahn geworfen, so dass sich auch der zweite ESG-Kreisläufer, Jannis Balke, auf die Zweikämpfe mit dem MT-Routinier freuen kann. Als einer der „Väter“ des glatten Gensunger Erfolges konnte sich auch Torwart Marc Lauterbach freuen. Diesmal will ihm Fabian Meyfarth die Show stehlen.

Von Ralf Ohm

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