„Echte Nagelprobe“ für ESG

Kann Gensungen/Felsberg gegen Münster Erfolgsserie fortsetzen?

Mittleweile eine feste Größe im ESG-Team: Tim Schneider (l.), der mit dem heimischen Oberligisten gegen Münster den fünften Saisonsieg anpeilt. Foto: Hahn

Gensungen/Münster. Wenn ein Team nach sechs Niederlagen in Folge vier Siege hintereinander eingefahren hat, hat es durchaus Anspruch auf das Prädikat „Mannschaft der Stunde“.

Das allerdings macht der aufstrebenden ESG Gensungen/Felsberg in der Handball-Oberliga u.a. die TSG Münster streitig, denn die hat fünf Mal am Stück gewonnen. Umso mehr Brisanz verspricht das direkte Duell am Samstag um 19.30 Uhr in der Gensunger Kreissporthalle, in dem beide ihre aktuelle Erfolgsserie fortsetzen wollen.

Für ESG-Trainer Arnd Kauffeld eine „echte Nagelprobe“. Zum einen gelte es nach Überwindung der eigenen Krise nun die nötige Konstanz zu beweisen, um sich im gesicherten Mittelfeld festzusetzen. Zum andern hat der Edertaler Coach großen Respekt vor dem Gast: „Das ist eine richtig gute Mannschaft.“

Besonders gut: der Rückraum der Südhessen mit den wurfstarken Halben Milan Stancic und dem ehemaligen Erstliga-Spieler Kaluzinski sowie technisch starken und torgefährlichen Mittelmann Jonas Ulshöfer. Eryk Kaluzinski gehört mit Kreisläufer Sebastian Friemann zu den wenigen erfahrenen Spielern einer Mannschaft, die sich nach dem Drittliga-Abstieg 2014 zu konsolidieren sucht. Und dabei unter dem neuen Trainer Thorsten Schmid, der 2013 die Frauen der HSG Bensheim/Auerbach in die 1. Liga führte, erhebliche Fortschritte gemacht hat.

„Wir haben uns von Spiel zu Spiel weiter entwickelt, aber wir haben noch viel Potenzial nach oben“, sagt der 43-jährige diplomierte Sportwissenschaftler, der voll auf die Jugend setzt. So haben sich beispielsweise die A-Jugendlichen Felix Ikenmeyer und Benjamin Dautermann - mittlerweile eine richtig gefährliche Flügelzange - in die Stammsieben gespielt.

Trotzdem sieht der langjährige Landesauswahltrainer und Juniorinnen-Nationaltrainer die Gensunger in einer „leichten Favoritenrolle“. Klar weiß er um den Aufschwung der Edertaler, den mit Tim Schneider ebenfalls einer der jungen Garde verkörpert. Der Linkshänder ist in der 5:1-Deckung hinter Spitze Köpke eine feste Größe und im Angriff „ein hervorragendes Pendant“ (Kauffeld) zu Kevin Trogisch.

Auf der linken Seite des Gensunger Rückraums ist dagegen Jens Wiegräfe aufgrund der Verletzungen von Max Pregler (Schulterprobleme) und Sebastian Wrzosek (Patellassehnenprobleme) weitgehend auf sich allein gestellt. Einer Verantwortung, der der 27-jährige angehende Lehrer indes in den letzten Spielen vollauf gerecht wurde. Auch gegen Münster? (ohm)

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