Handball-Oberligist SVH Kassel unterliegt dem Tabellenzweiten Pohlheim 21:38

Einsatz allein reicht nicht

In die Zange genommen: Der SVHer Niklas Plümacher versucht, sich gegen die Pohlheimer Andreas Lex (Nummer 30) und Christian Schäfer durchzusetzen. Foto: Fischer

kassel. Auch die Punkte des ersten Spiels im neuen Jahr musste die SVH Kassel dem Gegner überlassen. Mit 38:21 (17:8) gewann die HSG Pohlheim, aktueller Tabellenzweiter der Handball-Oberliga, in der Harleshäuser Sporthalle vor 100 Zuschauern.

Die Harleshäuser mussten auf Christian Damm (Sehnen- und Kapselriss im rechten Daumen) und Daniel Botte (Zahn-OP) verzichten, Milan Cermak war durch eine starke Erkältung gehandicapt. Wieder dabei war aber Max Görges. Der war am 8. November im Spiel gegen Griesheim mit einem Bänderriss im linken Fußgelenk ausgeschieden. „Ich bin ganz zufrieden, der Knöchel macht die Belastung mit, nur manchmal ist im Kopf noch eine Sperre“, sagte Görges nach dem Spiel. Zu dessen Verlauf wollte er sich allerdings nicht äußern.

Das tat dann Trainer Iljo Duketis. „Die Mannschaft ist total verunsichert, so kommt es immer wieder zu unnötigen Fehlern. Im Angriff und in der Abwehr“, so Duketis. „Die Mannschaft kann mehr zeigen, als sie es derzeit tut, das spüre ich im Training. Aber die Köpfe sind nicht frei genug.“

Gegen die HSG Pohlheim dauerte es knapp zehn Minuten, ehe die Harleshäuser ihr erstes Tor warfen. Da hatten die Gäste schon deren fünf erzielt. Doch diese ersten zehn Minuten waren symptomatisch für das derzeitige Angriffsspiel der Harleshäuser. Es ist zu statisch, es wird unkontrolliert abgeschlossen und es werden zu viele technische Fehler gemacht.

Einen guten Eindruck im Rückraum hinterließ Sascha Sellemann, nicht nur, weil er fünf Tore für die SVH erzielte.

In der Abwehr präsentierten sich die Harleshäuser zu passiv, da ist gegen eine solche Spitzenmannschaft wie die der HSG Pohlheim mehr Bewegung gefordert. Vor allem muss man mehr miteinander reden. Immer wieder forderten die jungen Trommler auf der Tribüne „kämpfen Kassel, kämpfen“. Und am Kampfgeist mangelte es der SVH nicht. Es ist schon bewundernswert, dass sich angesichts klarer Unterlegenheit keine Resignation breit macht.

Am kommenden Wochenende dürfte die Situation für die Harleshäuser auch nicht besser werden, dann kommt Spitzenreiter TV Gelnhausen.

SVH: Krätzig (1.-30.), Frohmüller (31.-60.), Zügler (n.e.); Räbiger 3, Tataraga, Sellemann 5, Schuldes 4, Hofmeister, Schlosser 1, Guthardt 1. Plümacher 4, Konermann, Cermak 2/1, Görges 1

Von Peter Fritschler

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