Handball Oberliga

Endstation Lauterbach: Beim 25:18 von Gensungen gegen Pohlheim überragt der Torwart

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Ein Teufelskerl: Gensungen/Felsberg Marc Lauterbach, der hier gegen Pohlheims Thimo Wagner pariert, überragte beim 25:18-Heimsieg der ESG.

Gensungen. „Wenn der erste Wurf ein Treffer ist, dann geht es meistens gut.“ Das sagt der Mann, der beim 25:18 (14:7)-Sieg des Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg gegen die HSG Pohlheim Unfassbares geleistet hat.

Und damit erst gar keine Missverständnisse aufkommen: Als der Pohlheimer Johannes Träger in der zweiten Minute die ESG- Deckung ausgespielt hatte und frei zum Wurf kam, hat Marc Lauterbach dessen Wurf natürlich nicht absichtlich passieren lassen, denn was dann kam, hat mit Aberglauben nichts zu tun.

Lassen wir ein paar Zahlen sprechen: Nach Trägers Treffer stand Lauterbach 51 Minuten zwischen den Pfosten, begeisterte die 350 Zuschauer in der Kreissporthalle mit 22 Paraden und ließ sich nur noch zwölfmal überwinden. Es soll Handballtorhüter geben, die lebenslänglich von einer solchen Quote träumen. Für die Pohlheimer war es unterdessen zum Verzweifeln. Lukas Drommershausen, Maximilian Rühl, Johannes Träger und deren Mitspieler haben es mit Aufsetzern versucht, haben den Ball hoch auf das Tor geworfen, wählten mal die linke und manchmal die rechte Ecke, aber meistens hatte der Teufelskerl im ESG-Kasten irgendein Körperteil am Ball.

Klar, dass auch sein Trainer begeistert war. „Ich bin stolz auf Marc“, sagte Arnd Kauffeld. Der Coach hat aber auch im Überschwang der Gefühle nicht vergessen, seinen Ersatztorwart Marian Mügge und den mit den Schlussmännern arbeitenden Co-Trainer Mario Schumacher in das Lob einzubeziehen.

Extra-Lob für Rohde

Selbstverständlich kann ein Torwart allein kein Spiel gewinnen, denn zumindest in der Offensive mussten auch seine Mitspieler ran. Von denen hinterließen Jan-Hendrik Walther, Jan Hendrik Otto und Christoph Koch den besten Eindruck, aber das Sonderlob des Trainers ging an Christian Rohde. Den hatte die Grippe arg erwischt, sodass er 14 Tage nicht trainieren konnte. Dennoch setzte er in der Offensive nicht nur wegen seiner drei Treffer Akzente. Dabei hatte es zunächst nicht nach einem klaren ESG-Sieg ausgesehen, denn ungewöhnlich lange stand vorn die Null, bevor Vince Schmidt beim Stande von 0:2 in der achten Minute den Bann brach.

Dann drehte die ESG über die Zwischenstände 4:2, 7:4, 9:6 und 14:7 das Spiel. In der 47. Minute hatten die Edertaler beim 23:11 einen Zwölf-Tore-Vorsprung, ehe in den letzten zwölf Minuten die Konzentration nachließ, und die Schlussphase mit 6:2 an die Gäste ging.

In der Kreissporthalle gab es jedoch niemanden, der wegen des entgangenen Kantersiegs traurig war. Kauffelds Fazit: „Jetzt müssen wir den Biss, den wir zu Hause demonstrieren, auch auswärts zeigen.“

• ESG: Lauterbach (1. - 54. Minute/22 Paraden), Mügge (54. - 60./3) - Bauer 3, Rossel 3, Alscher 1, Jericho, Schmidt 3, Otto 5/1, Schanze, Rohde 3, Koch 3, Walther 4, Pollmer. HSG: Wüst (1. - 20./5), Schlegel (20. - 60./12) - Niclas 2, Lex 2, Sayler 1, Drommershausen 3, Rühl 3, Erdmann 1, Ohrisch, Kress, Träger 3, Wagner 3/3.

SR: Dobhan/Dreier. Z: 350.

Siebenmeter: 1/1:4/3. Strafminuten: 8/0-Min.

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