Oberliga: Gensungen mit erstem Auswärtserfolg

ESG-Siegtreffer mit der Schlusssirene

Benedikt

Griesheim. Zwei Tore in vier Sekunden, geht das? Es geht. Der TuS Griesheim und die ESG Gensungen/Felsberg machten es vor - mit Happy-End bzw. den ersten Auswärtssieg (27:26) für den heimischen Handball-Oberligisten.

Der führt nach Preglers Tor knapp eine Minute vor Schluss mit 26:25, ehe TuS-Coach Oliver Lücke eine Auszeit nimmt und einen siebten Feldspieler für seinen Torwart bringt, um den mutmaßlich letzten Angriff mit zwei Kreisläufern bestreiten zu können. Das führt wie erhofft vier Sekunden vor der Schlusssirene zum Ausgleich durch Lars Friedrich. Allerdings: Das Griesheimer Tor ist noch leer. Und Marc Lauterbach geistesgegenwärtig. Blitzschnell holt der ESG-Torwart den Ball aus dem Netz, passt ihn in den Mittelkreis, wohin Maik Gerhold gesprintet war, um von dort noch innerhalb der regulären Spielzeit das Spielgerät in den verwaisten Kasten zu knallen.

„Echt cool gemacht“, fand das Gensungens Trainer Arnd Kauffeld. Und kürte das Geburtstagskind zum „Mann des Tages“, nachdem dem frischgebackenen 19-Jährigen schon in der ersten Hälfte ein höchst kurioser Treffer gelungen war, als er TuS-Schlussmann Podsendek einen Abwurf einfach wegblockte.

Das dramatische Finale hätten sich die Edertaler indes ersparen können, wenn sie ihre spielerische Dominanz in mehr Tore umgemünzt hätten. Das verhinderte der richtig gut aufgelegte Ex-Gensunger Podsendek, der torgefährliche Griesheimer Kreisläufer Friedrich sowie die Rückraumschwäche der Gäste.

So blieb von ihrem eigentlich komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung nach 25 Minuten (14:9) am Ende nichts mehr übrig. Nur gut, dass der starke Benedikt Hütt noch rechtzeitig aus der zweiten Reihe in die Bresche sprang und Jan Pollmer wie auch Christoph Koch recht zuverlässig einlochten. Und Maik Gerhold sich das passende Geburtstagsgeschenk machte, an dem auch seine Mannschaftskameraden ihre helle Freude hatten.(ohm) • Gens./Felsberg: Lauterbach 1, Wicke; Bauer 1/1, Rossel, Gerhold 3, Balke, Hütt 5/1, Schmidt, Pregler 6/3, Otto, Schneider, Koch 4, Walther 2, Pollerm 5. SR: Asboe/Bechthold. Siebenmeter: 4/2:5/5. Zeitstrafen: 6:4-Min. Foto: Hahn/nh

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