Oberliga: ESG Gensungen/Felsberg muss Untermann ersetzen – Hüttenberg zu Gast

Die Frage nach der Mittelachse

Muss Stephan Untermann am Kreis ersetzen: Gensungen/Felsbergs Felix Rehberg (am Ball). Foto: Hahn

Gensungen. Ungleicher können die Voraussetzungen für eine Handball-Partie kaum sein. Während es für die ESG Gensungen/Felsberg tabellarisch allenfalls noch um Positionsverschiebungen und einen guten Saisonabschluss geht, kämpft Gegner TV Hüttenberg II in der Partie am Samstag (19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) ums Überleben in der Oberliga.

Nur zwei Punkte trennen sie vom ersten Abstiegsplatz, und für den dort lauernden TuS Holzheim spräche bei Punktgleichheit der gewonnene direkte Vergleich.

„Sicher ist Gensungen, zumal auswärts, kein Muss-Spiel für uns, aber gerade in dieser Situation täte natürlich jeder Punkt gut“, sagt TVH-Trainer Marco Weber. Der jedoch vor allem auf die danach anstehenden zwei Heimspiele gegen Griesheim und Münster setzt, um dem drohenden Abstieg zu entgehen.

Dennoch schließt er auch in Nordhessen nichts aus. „Wir müssen versuchen, die Partie möglichst lange offen zu halten. Außerdem bereite ich meine junge Mannschaft vor allem auf die heiße Atmosphäre dort vor“, zieht der ehemalige Zweitliga-Akteur Schlüsse aus seinem eigenen Erfahrungsschatz als Spieler, der für die Hüttenberger „Erste“ schon mehrfach selbst in der Kreissporthalle aufgelaufen ist. Außerdem sieht er in den Gegenstößen der schnellen ESG-Außen Hannes Bauer und Jan-Hendrik Walther, die er möglichst ausbremsen möchte, die größte Gefahr für seine Mannschaft.

Seinem Kollegen Arnd Kauffeld bereiten seine Flügelspieler weniger Sorgen. Er steht eher vor der Frage, wie die Mittelachse besetzt werden soll. Besser gesagt: besetzt werden kann, denn Stephan Untermann (Innenbandabriss) fällt sowohl als Regisseur als auch am Kreis definitiv aus. Max Pregler laboriert noch an seiner gegen Griesheim wieder aufgebrochenen Schulterverletzung, wird aber wohl spielen. Der ebenfalls leicht angeschlagene Benedikt Hütt kann den Part des Spielmachers übernehmen und dabei auf Unterstützung durch den wieder genesenen Sebastian Wrzosek zählen.

An den Kreis rückt neben Felix Rehberg der junge Jannis Balke. „Wir müssen uns von Beginn an auf unser Spiel konzentrieren, um nicht wieder so anzufangen wie gegen Griesheim“, appelliert Kauffeld an seine Spieler.

Dabei helfen könnte die von Weber gefürchtete besondere Atmosphäre von den Rängen. Denn die dürften wegen der Verabschiedung von Mannschafts-Physiotherapeut Norbert Schlüter gut gefüllt sein.

Abschied für Norbert Schlüter

Denn: Das morgige Spiel steht ganz im Zeichen der Verabschiedung von Norbert Schlüter, der sich seit 33 Jahren um die Gensunger Handballer gekümmert hat. Es werden zahlreiche alte Weggefährten in der Kreissporthalle erwartet.

Nach dem Spiel wird zudem eine Cocktailbar aufgebaut, an der die ESG-Spieler Jan-Hendrik Walther und Sebastian Wrzosek Getränke zusammenmixen. (ko)

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