Oberliga: Gensungen/Felsberg kassiert gegen Bruchköbel erste Heimniederlage – SG in allen Belangen besser

Gabriel: „Das Ding ist gegessen“

Mochte nicht mehr hinsehen: Gensungen/Felsbergs Trainer Arnd Kauffeld bei der klaren Heimniederlage gegen die SG Bruchköbel. Foto: Hahn

Gensungen. So ist das, wenn Träume platzen. Da suchte Trainer Arnd Kauffeld Trost bei seiner Tochter Pauline. Da nahm Marvin Gabriel jüngere Mitspieler wie Franco Rossel in den Arm. Da verließen die meisten der 430 Fans sofort nach Abpfiff die Kreissporthalle. Denn mit der 28:32 (13:14)-Niederlage der ESG Gensungen/Felsberg gegen die SG Bruchköbel sind sämtliche Gedanken an einen schnellen Sprung aus der Handball-Oberliga verflogen.

„Das Ding ist gegessen. Wir sind nun im Niemandsland der Tabelle, weil uns die Cleverness gefehlt hat“, gab Spielmacherin Gabriel zu. Und musste mit Kopfschütteln an Szenen wie aus der 43. Minute zurückdenken, in der die ESG die große Chance fahrlässig liegen ließ, der Partie noch eine Wende zu geben.

Innerhalb von 85 Sekunden hatten die Bruchköbeler Ante Vuko, Maximilian Wolf, der 2. Vorsitzende Erhard Berg (Bankstrafe) und Tegaday Ramos Nuez Zeitstrafen kassiert. Zwar kamen die Gastgeber von 17:21 auf 19:21 heran, waren jedoch für eine Slapstick-Einlage verantwortlich. Denn bei einer Unterzahl von drei gegen sieben Akteuren wagte sich SG-Schlussmann Iteb Bouali nach vorn, wollte einen Siebenmeter schinden. Das misslang. Sein Tor war leer. Und die ESG? „Wir sind nur bemüht, den Freiwurf für uns an der richtigen Stelle auszuführen“, haderte Gabriel damit, dass er und seine Kollegen die Gelegenheit verschliefen, weil niemand auf die Idee kam, das Spielgerät ins leere Tor zu schmeißen. Oben drauf gelang dem starken Michael Nath in Unterzahl der Treffer zum 22:19 (44.).

Damit war der ungleiche Vergleich entschieden. „Auswärtssieg“ skandierten 20 Fans des Spitzenreiters, der seinen sechsten Sieg in Serie feierte. „Alles, was wir derzeit machen, funktioniert. Es ist fast unheimlich“, erklärte SG-Coach Oliver Hubbert, der zusammen mit Trainerkollege Marc Stallmann eine bärenstarke 6:0-Abwehr um Jannik Hoffmann und Michael Nath geformt hat.

Die gesamte Spielzeit lag Bruchköbel vorn, diktierte das Geschehen. Auch wenn die ESG zunächst außer bis zum 0:2 (3.) stets mit einem Tor in Reichweite war und die Gäste erst nach einem 5:0-Lauf von 16:16 (35.) auf 21:16 (41.) enteilten. Da war’s egal, dass Nath aus einem Wischer von Jens Wiegräfe mehr als nötig machte und eine Rote Karte provozierte (49.) und dem ESG-Kapitän mit Christoph Koch der zweite Teil des Mittelblocks nach seiner dritten Zeitstrafe folgte (58.). „Die hohe Erwartung an uns ist ein Bürde. Wir müssen den Schlüssel finden, um die Blockade zu lösen“, sagte Kauffeld sichtlich geknickt. • ESG: Lauterbach (19 GT/6 Paraden), Wicke (13/3) - Bauer 3, Rossel 2, Balke, Hütt, Vogel 8/2 Koch 4, Gabriel 6, Wiegräfe 1, Schneider 3, Habenicht, Walther 1, Pollmer. SG: Reich (n.e.), Bouali (28/13) - Hoffmann 8, Wolff 4, Nath 5, Nuez Ramos 6/4, Vuko, Cramer, Hartmann, Dietrich 1, F. Günes, A. Günes 3. SR: Krüger/Rehm. Z: 430. Siebenmeter: 2/2:4/4. Zeitstrafen: 10:14.

Von Sebastian Schmidt

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