Handball: Turnier in Gensungen mit den drei nordhessischen Oberliga-Rivalen

Ganz besondere Testspiele

Auf ihn dürften die Gensunger Fans gespannt sein: Neuzugang Maik Gerhold (rechts). Foto: Hahn

Gensungen. Sie trauen sich, halten aber auch den Ball flach. Genau einen Monat vor dem Start der Handball-Oberliga messen ausgerechnet die drei nordhessischen Lokalrivalen beim Nordhessencup 2016 in Gensungen ihre Kräfte.

Dabei treffen heute Gastgeber ESG Gensungen/Felsberg und die MT Melsungen II (Fr. 20 Uhr) und morgen der TSV Vellmar und MT II (Sa. 14.30 Uhr) sowie zum Abschluss Gens./Felsberg und Vellmar (Sa. 17 Uhr) aufeinander. „Eine Super-Standortbestimmung“, freut sich ESG-Trainer Kauffeld auf die reizvollen Duelle, betont aber auch deren „Vorbereitungsspiel-Charakter“. Mit der leisen Ahnung, dass die Spieler diesen angesichts der enormen Rivalität schnell vergessen könnten.

ESG Gensungen/Felsberg

Dabei kann der Edertaler Coach wahrscheinlich auf seine Bestbesetzung zurück greifen. Also auch auf seine vier Neuzugänge Vince Schmidt, Maik Gerhold, Mark Potthoff und Jan-Hendrik Otto. Nur Jan Pollmer und Jannis Balke sind noch (leicht) angeschlagen. Und alle sollen Spielpraxis bekommen. Auch Max Pregler auf der Mittelposition, die sich der Aufbauspieler mit Benedikt Hütt teilen wird. „Die beiden ergänzen sich hervorragend“, sagt Arnd Kauffeld.

Sein Kapitän Christoph Koch hofft, dass seine Mannschaft diese Lokalduelle nutzt, um sich nach einer bisher gelungenen Vorbereitung „das nötige Selbstbewusstsein zu holen“. Auch wenn es sich „nur“ um Testspiele handelt, aber eben um durchaus besondere.

MT Melsungen II

Auf ihn freuen sich die Fans: Petr Hruby, Kreisläufer-Routinier der MT Melsungen II. Foto: Hahn

Nein, so richtig zufrieden ist Georgi Sviridenko mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung nicht. „Es läuft alles andere als perfekt“, sagt der Trainer der MT Melsungen II. Der Grund: zahlreiche Ausfälle aufgrund von Verletzungen (Mark Petersen, Merlin Kothe, Eugen Gisbrecht und Magnus Ruhlf). Dazu stoßen die Neuzugänge Marius Krug und Christian Damm erst zum Gensunger Turnier (endgültig) zur Mannschaft, die dort auf jeden Fall auf Dimitri Ignatov (bei der U 18-Europameisterschaft im Einsatz) und Johannes Golla (erste Mannschaft) verzichten muss.

Immerhin: Routinier Petr Hruby, der ehemalige Melsunger Bundesliga-Spieler, ist dabei. Der 36-jährige Kreisläufer, 2005 mit der MT ins Oberhaus aufgestiegen, hat für ein weiteres („mein wohl letztes“) Jahr zugesagt. Wichtig angesichts der Abgänge der Leistungsträger Mario Schanze und Jannis Kothe, den der junge Jan Grolla im rechten Rückraum ersetzen soll. So dient der Nordhessencup laut des MT-Coaches „allein der spielerischen Weiterentwicklung meines Teams“, von möglichen Prestigeduellen will er nichts wissen.

TSV Vellmar

Rückkehr mit dem TSV Vellmar: der ehemalige Gensunger Kevin Trogisch. Foto: Fischer/nh

Spielt er oder spielt er nicht? Das ist vor dem ersten Vellmarer Auftritt die Frage. Der prominente Neuzugang Abraham Rochel Icardo vom spanischen Erstligisten BM Huesca nämlich, ehemaliger Nationalspieler der Iberer mit Europapokalerfahrung. Die Antwort: Der 38-jährige Rückraumrecke spielt nicht, weil seine Spielberechtigung noch nicht vorliegt.

Weiterhin muss Aufstiegstrainer Andreas Paul auf den verletzten Peter Petrovszki (Bänderriss im Fußgelenk) verzichten, kann aber auf seine Neuzugänge Daniel Botte und Kevin Trogisch zurück greifen. Der Linkshänder ist ein alter Bekannter im Edertal, trug er doch zwei Jahre das Trikot der Gensunger.

Von Ralf Ohm

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