Oberliga

SVH hofft auf Duketis-Zusage - Vellmar zeigt Moral

Avancierte zum Turm in der Schlacht: Vellmars Ersatztorhüter Max Henkel zeigte in der Schlussphase gegen Bruchköbel einige großartige Paraden. Foto: Fischer

Kassel. Erleichterung herrschte am Sonntagabend bei den Oberliga-Handballern des TSV Vellmar. Nach einem nervenaufreibenden Spiel freuten sich Spieler und Trainer über den 38:36-Sieg gegen die SG Bruchköbel. Erleichterung wäre wohl etwas zu hoch gegriffen für die SVH – die knappe Niederlage gegen Münster zeigte aber, dass die Harleshäuser doch mithalten können in der Oberliga.

HOFFEN AUF DUKETIS

Beim Gastspiel in Münster agierte noch Kapitän Milan Cermák als Trainer an der Seitenlinie in Münster. Beim Heimspiel am Wochenende gegen Kleenheim soll es Dino Duketis sein. Die Verpflichtung des Wunschkandidaten ist allerdings etwas ins Stocken geraten. Duketis spielt seit Beginn der Saison in der Bezirksoberliga in Zierenberg, das seinen Leistungsträger nicht so einfach ziehen lassen will. „Wir sind momentan noch auf der Suche nach einer Lösung“, sagt SVH-Abteilungsleiter Markus Suchan. Heute Nachmittag soll es ein erneutes Treffen geben, bei dem die Harleshäuser auf die Zusage hoffen.

Dino Duketis

Ein Lebenszeichen hat das Team schon am Wochenende von sich gegeben. Nach der turbulenten Woche mit den Abgängen von Hazim Prezic und Max Gribner verlor die SVH nur knapp mit 28:29. „Die Jungs haben Werbung für sich gemacht und auch Mut aus der Leistung in Münster geschöpft“, sagt Suchan.

NERVENKITZEL PUR

Eine unglaubliche Dramatik entwickelte sich im Duell des TSV Vellmar gegen Bruchköbel. Nach der Halbzeit spielten plötzlich die Gäste immer stärker auf, führten mit 24:21, 29:27 und 33:31. Vellmar aber steckte nie auf und entwickelte einen unbändigen Kampfgeist vor den rund 200 Zuschauern, darunter auch Ex-SVH-Trainer Hazim Prezic. Immer wieder glichen die Gastgeber aus und zeigten in der Schlussphase dann auch, dass ihre bis dato etwas löchrige Verteidigung sattelfest sein kann – gestützt auf einen starken Max Henkel im Tor.

„Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, die das Ganze heute auch in Druckphasen mit dem Kopf gespielt hat“, sagte TSV-Trainer Gunnar Kliesch, der nach der Partie ziemlich erschöpft wirkte: „So einen Nervenkitzel brauche ich nicht jede Woche.“

Von Max Seidenfaden

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