Oberliga: ESG feiert den sechsten Erfolg in Folge

Gensungen „brennt“ und siegt mit 35:30

Marc

Langgöns. Die Befürchtung war unbegründet. Die bange Vorahnung etwa, dass die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg nach fünf Siegen in Folge die Bodenhaftung verlieren könnten, dass die Euphorie die eigene Konzentration beeinträchtigen könnte. Nein, sie gaben nochmal richtig Gas. Beim 35:30 (14:14)-Erfolg wurde der Tabellenzweite HSG Kleenheim in dessen eigener Halle entzaubert, womit der heimische Oberligist sein Punktkonto nach seinem kapitalen Fehlstart erstmals ausgleichen konnte.

„Meine Mannschaft hat gebrannt“, freute sich Trainer Arnd Kauffeld über ein „richtig schönes Weihnachtsgeschenk.“ Seine Schützlinge hatten dabei in einem „emotionalen Spiel“ Übersicht bewiesen, die ihnen den sechsten Sieg hintereinander ermöglichte. Kühler Kopf war schon in der Anfangsphase vonnöten, als der Gastgeber die ESG mit einer doppelten Manndeckung zu überraschen trachteten. Doch der Schuss ging nach hinten los, denn im Spiel Vier gegen Vier spielten die Gäste, von Benedikt Hütt hervorragend dirigiert, ihre Zweikampfstärke aus, stießen mutig in die sich bietenden Räume und gingen nach acht Minuten mit 8:2 in Führung.

Doch Kleenheim wurde aus Schaden klug, stellte die Defensive auf die gewohnte 6:0-Deckung um und kam dank einiger überhasteter Gensunger Abschlüsse in den Genuss von Tempogegenstößen. Zudem bekam die ESG-Defensive Kreisläufer Wiener und Torjäger Keil nicht in den Griff.

Die Folge: Beim 10:10 (20.) war die Partie wieder offen und blieb es bis zum 19:20 (40.), wobei das Kauffeld-Team eine doppelte Zeitstrafe kurz nach der Pause schadlos überstand. Auch weil Torwart Marc Lauterbach über 50 Minuten eine starke Partie bot.

Dann setzte sich das variablere Angriffsspiel der ESG mit einem treffsicheren Kevin Trogisch sowie zwei brandgefährlichen Außen Hannes Bauer und Jan Hendrik Walter durch und ihre Mannschaft auf 26:20 (45.) ab. In der Schlussphase drehte Christian Keil (13 Tore) zwar noch mehr auf, traf aus allen Lagen, was dem Gast aber nichts mehr anhaben konnte. Denn auch der war nicht mehr zu bremsen und brachte damit seinen Vorsprung sicher über die Zeit. • ESG: Lauterbach, Wicke (n.e.); Bauer 7, Hütt 5, Trogisch 6, Pregler 2/2, Wiegräfe 3, Walther 6, Untermann 6/1, Köpke, Schneider, Rehberg, Konietzka. (ohm) Foto: Kasiewicz

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