Handball-Oberliga

Gensungen/Felsberg feiert gelungene Revanche gegen Babenhausen

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Gensungens Torjäger nimmt Maß: Franco Rossel (vorn), der hier Babenhausens Marc Ratley stehen lässt, trug sieben Treffer zum Kantersieg der ESG bei.

Gensungen.  Mit einem 34:21-Erfolg gegen Babenhausen machte die ESG Gensungen/Felsberg die vorausgegangene 28:37-Schlappe beim Oberliga-Aufsteiger vor heimischem Publikum wieder wett. 

Wie schön, dass sich Arnd Kauffeld auch mal irrt. Nach dem 28:37 am Donnerstag bei der SG Rot-Weiß Babenhausen hatte der Trainer des Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg ein bisschen Bammel vor dem Heimspiel zwei Tage später gegen den gleichen Gegner. „Ich hatte befürchtet, dass meine Spieler nach der klaren Niederlage ohne das nötige Selbstvertrauen in die Partie gehen würden“, sagte der ESG-Coach. Umso größer war seine Erleichterung über die besondere Mentalität seiner Schützlinge. Die war die Basis für den 34:21 (18:10)-Sieg, der damit sogar höher ausfile als die vorangegangene Niederlage.

Der Kopf ist wichtig, aber beim Handball spielen auch die Arme und Beine mit. Wurfgewaltig und leichtfüßig machten die Spieler in den grünen Trikots alles richtig, was sie beim Aufsteiger falsch gemacht hatten. Diesmal ließen sie den gefürchteten Simon Brandt nicht ins Spiel kommen. Diesmal verteidigten sie vor allem bei Eins-gegen-Eins-Situationen hervorragend. Und diesmal war die Abwehr immer konzentriert und stets präsent. Zudem Torwart Marc Lauerbach - wie fast immer in dieser Saison - ein starker Rückhalt.

Rossel überragt

Zum auffälligsten Feldspieler avancierte Franco Rossel, der sich in der Abwehr und im Angriff von seiner besten Seite zeigte. Der Halblinke profitierte - wie seine Mitspieler - allerdings auch davon, dass die beiden Babenhausener Torhüter völlig von der Rolle waren. Bis zur 50. Minute wehrten Dominik Goder und Marius Hildebrandt insgesamt nur drei Bälle ab, ehe sich Goder steigerte und mit sechs Paraden in den letzten zehn Minuten noch Schlimmeres verhinderte.

Weil die Edertaler in allen Belangen dominierten, war es kein Wunder, dass die Entscheidung früh gefallen war. Spätestens beim 13:7 in der 23. Minute zweifelten die 250 Zuschauer nicht mehr an einer erfolgreichen Revanche ihrer Mannschaft. Und schon beim 27:14 in der 41. Minute war der 13-Tore-Vorsprung geschafft, der schließlich auch noch beim 34:21-Endstand Bestand hatte.

Beide Spiele zusammengezählt ergibt sich so ein 62:58 für die ESG, was Kauffeld zu dieser launigen Bemerkung veranlasste: „Im Europapokal wären wir jetzt eine Runde weiter.“ In der Oberliga ist zwei Spieltage vor Schluss noch der vierte Ploatz möglich.

• Gensungen: Lauterbach (14 Paraden/19 Gegentore), Mügge (ab 51., 2/2, 1 Tor); Bauer (3), Rossel (7), Gerhold, Alscher (2), Schmidt (7), Otto (7/5), Rohde (1), Koch (3), Walther (1), Pollmer (2).

Babenhausen: Goder (1.-15., 28.-60., 8 Paraden/1 Tor), Hildebrandt 15. bis 28./1 Parade); Brandt (1), Kirchherr, Hollnack (3), Raschke, Sillari, Wallner (1), Rodrigues da Silva (5), Lehmberg (1), Mann, Ratley (1), Eisenhuth (7/6), Mehrpal (1).

SR: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten/Wiesbaden).

Zeitstrafen: 12/6-Minuten.

Siebenmeter:5:5/7:6.

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