Handball-Oberliga

Gensungen will sich trotz Ersatz zu Hause schadlos halten

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Vom Punkt eine Bank: Gensungens Jan-Hendrik Otto, der gegen Münster auch im Rückraum gefordert ist.

In der Handball-Oberliga hat die ESG Gensungen/Felsberg trotz ihrer Verletzungsprobleme einen Lauf. Und peilt gegen die TSG Münster (Sa. 19.30) einen weiteren Heimsieg an. 

Gensungen/Münster. Es hat zur Weihnachtszeit sicherlich einige Fans der ESG Gensungen/Felsberg gegeben, die angesichts des vorausgegangenen Siegeszugs des heimischen Handball-Oberligisten (18:2-Punkte) davon träumten, dass ihre Mannschaft im Titelkampf eingreifen könnte. Das Thema war durch den verletzungsbedingten Ausfall von fünf Leistungsträgern schnell ad acta gelegt. Und doch dürfte sich die Enttäuschung der Edertaler Anhänger darüber in Grenzen halten, ja mittlerweile verflogen sein. Denn was die eigene Rumpftruppe in der Rückrunde geleistet hat, ist beachtlich: vier Siege aus den letzten fünf Spielen. Das macht den Edertalern Mut und Appetit auf mehr. „Wir wollen zu Hause nichts mehr abgeben“, erklärt Co-Trainer Mario Schumacher vor dem Gastspiel der TSG Münster (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle).

Der 49-Jährige lobt den „guten Charakter“ der Mannschaft und hat besonders einen „Gewinner“ der angespannten Personalsituation ausgemacht: Jan-Hendrik Otto, zuvor „nur“ als Siebenmeterschütze in Erscheinung getreten und mittlerweile eine feste Größe im rechten Rückraum. „Er hat viele kleine Schritte nach vorne gemacht“, lobt der Assistent von Trainer Arnd Kauffeld den Linkshänder. Der macht viel Druck auf die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr und entlastet so seine Rückraumkollegen. Und hat auch an seiner Spezialität vom Punkt gearbeitet, trifft so zuverlässig wie nie. Die Stärke des 23-Jährigen: Seine Wurfvarianten, die es den gegnerischen Schlussleuten richtig schwer machen, sich auf seine Siebenmeter einzustellen.

Gegen die TSG, der im fünften Oberliga-Jahr der Abstieg droht, bekommt es Jan-Hendrik Otto mit dem erfahrenen Kroaten Dino Spiranec zu tun, einer der TSG-Hoffnungsträger im Abstiegskampf. Ein weiterer: der reaktivierte, langjährige Zweitliga-Spieler (Essen, Eisenach) Eryk Kaluzinski, der auf Rückraum links Nachwuchsmann Jonas Höllebrand entlasten soll. Sein Pendant auf rechts, Torjäger Bastian Schwarz, leidet seit seinen offenbarten Wechselabsichten unter leichter Ladehemmung.

Überhaupt sind die Probleme von Trainer Jens Illner nach sieben Spielen ohne Sieg eher psychologischer Natur. „Uns fehlt nach vielen unnötigen und unglücklichen Niederlagen einfach das Selbstvertrauen“, erklärt der 46-Jährige. Und weiß, dass es genau daran den hoch motivierten Gastgebern nicht mangeln wird.

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