Handball-Oberliga: Jens Wiegräfe bei 19:36-Niederlage in Gelnhausen verletzt

Gensungen wird überrollt

Ungleiches Duell: Gelnhausens Tobias Seel (li.) überragte, der Gensunger Hannes Bauer ging diesmal leer aus. Foto: Hahn

Gelnhausen. Die schöne Serie wurde jäh beendet: Nachdem die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg in der Oberliga acht Siege in Serie feierten, haben sie bei Spitzenreiter TV Gelnhausen verloren. Und das mit 19:36 (5:16) so deftig wie ewig nicht mehr.

„Der Handballgott hat uns einen gebrauchten Tag angedreht. Der Gegner hat uns die Grenzen aufgezeigt“, sagte Mario Schuhmacher. Der Co-Trainer der ESG und Coach Arnd Kauffeld mussten auf Spielmacher Benedikt Hütt verzichten, der weiter an einer Virus-Infektion laboriert. Mit Janis Balke aus der zweiten Mannschaft hatten die Gäste nur zehn Feldspieler an Bord. Nach 13 Minuten waren es noch deren neun, weil Jens Wiegräfe umgeknickt war und nicht mehr weitermachen konnte. Ein Diagnose der Verletzung steht noch aus. Dafür rückten in der Folgezeit Tim Schneider, Felix Rehberg und Stephan Untermann abwechselnd neben Maximilian Pregler in den Mittelblock.

Torwart Lahme überragt

Bis dahin lag die ESG über 2:2 (5.) mit 3:6 einigermaßen in Reichweite. Zu verdanken Torwart Marc Lauterbach, der stark hielt und insgesamt 18 Paraden zeigte. Pech hatten die Außen Hannes Bauer und Jan-Hendrik Walther mit Pfostentreffern. Zudem überragte Gelnhausens Schlussmann Julian Lahme. „Er hat bewiesen, dass er der beste Keeper der Liga ist“, lobte Mario Schuhmacher.

Lahme leitete anschließend stets umgehend Tempogegenstöße ein, für die Tobias Seel der ideale Abnehmer war. Zusammen mit dem Halblinken Philipp Deinert (beide zehn Treffer) war der Außen der beste TV-Torschütze. Bis zu 25. Minute überrollten die Hausherren die Edertaler regelrecht und lagen bis zur Auszeit von Kauffeld uneinholbar mit 14:3 vorn.

„Das Abwehrverhalten hat einfach nicht gepasst“, sagte Schuhmacher. Auch eine kurze Manndeckung von Bauer gegen den Ex-Gensunger Eidam verpuffte. „Insgesamt war es sehr enttäuschend, aber auch lehrreich. Gelnhausen hat im Paket das geboten, wo wir hinwollen“, meint der Gensunger Co-Trainer, der sich merklich beeindruckt von der Stimmung der 800 Zuschauern in der „Hölle Süd“ zeigte. • Gensungen/Felsberg: Lauterbach, Wicke - Rehberg 3, Untermann 4/4, Trogisch 2, Wrzosek 3, Pregler 1, Schneider 5, Walther 1, Bauer, Balke, Wiegräfe. (sbs)

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