Oberliga

Gensunger Rumpfteam überrascht mit 33:27-Sieg in Kleenheim

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Christian Rohde

Kleenheim. Das Rumpfteam der ESG Gensungen/Felsberg hat ihr Meisterstück abgeliefert. Wie? Mit einem 33:27 (17:12)-Erfolg bei der HSG Kleenheim, der zweiten Heimniederlage des Tabellenzweiten der Handball-Oberliga überhaupt, der damit seine Titelhoffnungen begraben kann.

„Eine mega-starke Leistung“ attestierte Trainer Kauffeld seinen Schützlingen, die nach zehn Minuten das Zepter übernahmen und danach nie mehr abgaben. Zunächst machte ein 4:0-Lauf aus einem 1:3-Rückstand (6.) eine 5:3-Führung (10.), die dann bis zur 16. Minute auf 10:4 ausgebaut wurde. Basis der Überlegenheit war eine kompakte 6:0-Deckung, die den HSG-Rückraum um Mittelmann Dennis Köhler gut im Griff hatte und sich auf einen starken Torwart Lauterbach verlassen konnte, der mit seinen zentimetergenauen Pässen einen Tempogegenstoß nach dem anderen einleitete, die mit Jan-Hendrik Walther und Hannes Bauer dankbare Abnehmer fanden.

Im Positionsangriff hatte Spielmacher Rohde die Fäden des Spiels seiner Mannschaft fest in der Hand, bediente neben seinen Nebenleuten im Rückraum auch den höchst agilen Kreisläufer Koch oder ging selbst entschlossen in die Tiefe und traf dabei insgesamt vier Mal. Nach zehn Minuten ersetzte Vince Schmidt Jan Henrik Otto und sorgte für noch mehr Dynamik aus dem rechten Rückraum.

So kam Kleenheim nur noch einmal auf drei Treffer heran (26., 11:14), ehe Franco Rossel (2), Walther und Schmidt erneut für (ganz) klare Verhältnisse sorgten. Beim 16:24 (45.) zog die HSG auf acht und beim 18:27 (48.) sogar auf neun Tore davon – eine Deklassierung des Favoriten.

Der versuchte in der Schlussphase mit einer Doppelmanndeckung und dem siebten Spieler noch Mal alles und lief dabei den stets aufmerksamen Gästen ins offene Messer. Besonders dem überragenden Marc Lauterbach, der nun sogar als Torschütze (2) glänzte, nachdem er zuvor den Kleenheimer Schützen mit einer Quote von nahezu 50 Prozent gehaltener Bälle den Zahn gezogen hatte.

„Wir haben nie nachgelassen, waren von allen Positionen gefährlich und jeder hatte zu jeder Zeit eine Lösung“, beschrieb Arnd Kauffeld das Erfolgsrezept der Edertaler zu einem eindrucksvollen Sieg. Womit sein Rumpfteam, das zuletzt vier Siege in Folge feierte, trotz der vier Dauerverletzten kein Rumpfteam mehr ist.

• Gens./Felsberg:Lauterbach (2), Mügge; Bauer 2, Rossel 6, Alscher, Schmidt 6, Otto 1/1, Rohde 4, Koch 6, Walther 4, Pollmer 2.

SR: Heizel/Wieprecht.

Siebenmeter: 4/3:2/1.

Zeitstrafen: 12:12-Min.

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