Oberliga: Jannis Kothe zaubert nur eine Halbzeit lang

MT II gibt Sieg aus Hand

Bester Torschütze: Linkshänder Jannis Koth. Foto: nh

Melsungen. Zwei Gesichter zeigte Handball-Oberligist MT Melsungen II im Heimspiel gegen Pohlheim und verlor trotz einer 17:13-Halbzeitführung am Ende 25:28.

Das Spiel hatte dabei fast schon Freundschaftsspielcharakter und lockte nur 130 Zuschauer in die Stadtsporthalle – darunter aber mit Timm Schneider einen Spieler aus der Bundesligamannschaft. Der Rückraumspieler sah einen guten Start der MT-Zweitvertretung. Pohlheim versuchte es zu Beginn mit einer offensiven 5:1-Abwehr, die MT-Haupttorschützen Mario Schanze galt. „Das hat dann eher weniger gut funktioniert“, sagte HSG-Coach Tomasz Jezewski.

Denn viel zu träge agierte seine Hintermannschaft, ließ vor allem Linkshänder Jannis Kothe gewähren. Der scheidende Halbrechte nutzte den fehlenden Körperkontakt, erzielte Tor um Tor und baute so den Vorsprung der Bartenwetzer immer weiter aus. Was klar wurde: Einen Kothe in Topform zu ersetzen, dürfte ein schwieriges Unterfangen werden.

Erst spät stellte Jezewski seine Deckung auf eine defensive 6:0-Variante um. Da lief dann plötzlich aber Schanze kurz vor der Pause zu großer Form auf und sorgte mit zwei Krachern aus dem Rückraum für die 17:13-Halbzeitführung.

Da sich Schlussmann Maurice Paske steigerte, schien alles in Richtung Heimsieg zu laufen, weil die Mittelhessen auch nur über einen Rumpfkader verfügten. „Es haben einige von uns bei der zweiten Mannschaft in der Bezirksoberliga ausgeholfen. In der Pause habe ich mehr Aggressivität in der Deckung angemahnt“, so Jezewski. Das wirkte.

Kaum noch gelangen der MT fortan einfache Tore. Entweder wurde zu überhastet oder einfach nur schlecht abgeschlossen. Wenn gar nichts mehr ging wurde Petr Hruby am Kreis gesucht, aber auf den hatten sich die routinierten Gäste gut eingestellt. „Schanze musste bis 18 Uhr arbeiten. Er war einfach platt“, versuchte MT-Coach Georgi Sviridenko den Leistungseinbruch zu erklären. Auch Kothe konservierte seine Form nicht, Ersatzmann Johannes Weiß war keine Hilfe und Mittelmann Cornelius Feuring traf ebenfalls zu viele falsche Entscheidungen. So schmolz der Vorsprung, Pohlheim behielt sein Spiel bei und gewann am Ende verdient. • MT: Paske (1. bis 54. Minute, 17 Paraden, 25 Gegentore), Meyfarth (ab 54., 1 P, 3 GT) - Ignatov 1, Gisbrecht, Weiß, Hruby 3, Bärthel 3, Schanze 6/1, Feuring 1, Golla 2, J. Kothe 8, Petersen 1. Pohlheim: Wüst (23 P/25 GT) - Happel 1, Schneider 3, Rühl 4, Schäfer 1, Erdmann 5, Hirz 7, Lex 4, Grundmann 3/2. SR: Gölzer/Stalev – Z: 130 Zeitstrafen: 4:8 Minuten Siebenmeter: 1/2 – 2/2.

Von Daniel Schneider

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