Oberliga: Gensungen mit personellen Problemen vor Verfolgerduell gegen Wiesbaden

Große Herausforderung

Gensunger Hoffnungsträger: Franco Rossel (l.), der gegen Wiesbaden für Druck aus dem Rückraum sorgen soll. Hier wird er vom Hanauer Eric Schäffter abgeschirmt. Foto: Hahn

Gensungen/wiesbaden. Es hätte ein Spitzenspiel werden können. Wurde es aber nicht, weil die ESG Gensungen/Felsberg am vergangenen Spieltag beim Aufsteiger Wettenberg patzte. Die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden machte dagegen ihre Hausaufgaben gegen Münster (27:22). Also kommt es in der Gensunger Kreissporthalle (Sa. 19.30 Uhr) immerhin noch zum durchaus brisanten Verfolgerduell, wobei nur der Sieger weiterhin Höhenluft in der Handball-Oberliga schnuppern kann.

Umso prekärer für die Gastgeber, dass sie mit dem verletzungsbedingten Ausfall von gleich fünf Spielern (Hütt, Pregler, Gabriel, Bauer, Walther) rechnen müssen, während die Südhessen bis auf Alexander Dietz (Kreuzbandriss) in Bestbesetzung anreisen. „Spätestens damit ist die Partie völlig offen und wir müssen alle Kräfte mobilisieren, um gegen diesen starken Gegner zu bestehen“, weiß ESG-Trainer Kauffeld.

Doch Jammern gilt nicht. Stattdessen setzt er auf seine Talente Franco Rossel und Tim Schneider, um die Ausfälle im Rückraum zu kompensieren. Jens Wiegräfe muss, sollten wirklich beide Spielmacher (Hütt und Gabriel) passen müssen, auf der Mitte ran. Bleibt einzig die Torwartposition, die bei den Edertalern doppelt gut besetzt ist. Denn: „Sowohl Marc Lauterbach wie auch Stephan Wicke haben sich stabilisiert.“ Das war allerdings die einzige positive Erkenntnis aus dem Videostudium der 26:29-Niederlage in Wettenberg. Ein schmerzliches Zeugnis dafür, „welche Möglichkeiten wir haben und wie wenig wir sie in diesem Spiel genutzt haben“ (Arnd Kauffeld).

Gegen Wiesbaden gilt es sie auszuschöpfen, denn der ehemalige Zweitligist reist laut Trainer Axel Spandau „mit breiter Brust“ an. Drei Siege in Folge haben selbstbewusst gemacht, der personelle Schnitt mit dem Verlust von fünf Stammkräften scheint vollzogen.

Besonders gefährlich: der Rückraum mit Spielmacher Danic Seibert sowie den Halben Max Kellner und Johanns Schuhmacher, der allein gegen Münster 12 Mal traf. Dazu kommt eine stabile 6:0-Deckung vor einem starken Torwart Kunkel. Also stimmt Arnd Kauffeld seine Jungs auf eine „große Herausforderung“ ein. Die viel viel größer ist als beim Gensunger 39:29-Testspielsieg gegen die HSG in der Vorbereitung. (ohm)

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