Gute Leistung nicht belohnt

Oberliga: Melsungen II trotz Gegenwehr 28:34 gegen Dutenhofen

Volle Konzentration: MT-Torwart Maurice Paske im Zweikampf mit Lennart Lauber. Foto: Hahn

Melsungen. Über vierzig Minuten war es ein harter Kampf auf Augenhöhe, dann musste sich die MT Melsungen II doch noch klar mit 28:34 (16:15) geschlagen geben.

„Das müssen wir so hinnehmen. Kämpferisch haben wir uns nichts vorzuwerfen“, urteilte Trainer Georgi Sviridenko gefasst über die Partie gegen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II im Spiel der Handball-Oberliga Hessen.

Ganz konzentriert ging die MT zunächst zu Werke und hatte dabei einen starken Maurice Paske im Rücken. Der Lohn: eine ebenso schnelle wie verdiente 4:2-Führung nach sechs Minuten. Dutenhofen versuchte, dem Melsunger Rückraum mit einer 5:1-Deckung den Zahn zu ziehen. Ohne rechten Erfolg, denn sowohl Merlin Kothe (2) als auch Cornelius Feuring (4) trafen zuverlässig bis zum 8:4 (13.).

Eine Zeitstrafe gegen Feuring brachte die HSG zurück ins Spiel und bescherte sogar Till Klimke ein besonderes Erfolgserlebnis. Dutenhofens Torwart traf ins verlassene MT-Tor, als Sviridenko versuchte, die Unterzahl mit einem zusätzlichen Feldspieler zu kompensieren und der Ball im Angriff verloren ging. Hendrik Schreiber zeigte sich ebenfalls treffsicher und setzte das Leder dreimal in Folge in die Maschen, so dass nach dem 10:10 des HSG-Spielmachers alles wieder offen war (20.). Bis zur Pause blieb es ausgeglichen, weil Merlin Kothe weiter zuverlässig traf und sich die Hereinnahme von Jan Grolla als belebend erwies.

„In der ersten Hälfte haben beide Deckungsreihen die nötige Konsequenz vermissen lassen“, befand HSG-Trainer Andreas Klimpke.

Den besseren Einstieg in die zweite Hälfte hatte Melsungen. Petr Hruby und Alexander Bärthel per Tempogegenstoß bauten den Vorteil auf 18:16 aus. Dann riss der Faden abrupt. Die Gäste holten sich zunächst erstmals die Führung zum 19:18 und bauten die bis zur 45. Minute auf 25:21 aus. „Da haben wir uns ein paar technische Fehler zu viel geleistet, das war der Genickbruch“, sagte Sviridenko. Er reagierte mit seiner letzten Auszeit, brachte damit aber nur bedingt wieder Ruhe ins eigene Spiel.

Die Mittelhessen bestraften weiterhin jeden MT-Fehler mit einem Konter und zogen vorentscheidend auf 27:22 davon (48.). „Man merkte, dass Melsungen die Kraft ausging. Wir hatten dir breitere Bank und konnten das ausnutzen“, analysierte Klimpke den am Ende um drei bis vier Treffer zu hoch ausgefallenen Sieg der Gäste. MT II: Paske (10 Paraden / 24 Gegentore), Meyfarth (3 P. / 10 G.); Kienast, Hruby 3, Bärthel 1, Kothe 8, Ignatow, Damm, Feuring 6, Gisbrecht 3/2, Backs 1, Petersen 1, Grolla 4. HSG: Klimpke (1 Tor / 14 P. / 28 G.), F. Gümbel (n. e.); J. Wallwaey 3, L. Gümbel 2, Pjanic, Leger 3, Lindenstruth, L. Wallwaey, Schreiber 7, Weber 4, Rüdiger 8, Okpara, Lauber 3/2, Ludwig 3/2. SR: Lebherz / Mostert (Seligenstadt/ Heusenstamm). Zeitstrafen: 8:4-Minuten. Siebenmeter: 4/2:6/4. - Z.: 100

Von Michael Koch

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