Oberliga: Melsungen II hat ersatzgeschwächten Absteiger zu Gast

Hält der Heimnimbus?

Hinein ins Vergnügen: Vom Melsunger Cornelius Feuring muss gegen Wiesbaden nun mehr Torgefahr kommen. Foto: Hahn

Melsungen/Wiesbaden. Aufsteiger in die Handball-Oberliga gegen Absteiger aus der 3. Liga: Das ist die Ausgangslage, wenn die MT Melsungen II gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden spielt (So. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen). Einen klaren Favoriten gibt es allerdings nicht, denn beide stehen punktgleich im Mittelfeld der Tabelle.

Dass die Bartenwetzer dennoch mit den leicht besseren Aussichten in die Partie gehen werden, liegt am Heimvorteil. Denn vor den eigenen Fans hat die Sviridenko-Sieben in fünf Spielen erst einen Punkt abgegeben und Gegner Wiesbaden ist in der Fremde noch ohne Zähler. „Unsere große Schwäche“, gibt HSG-Trainer Axel Spandau zu. Und ergänzt, dass er kaum eine Chance sieht, daran ausgerechnet bei der MT II etwas zu ändern.

Zu groß ist einerseits der Respekt vor den Nordhessen, andererseits aber auch die Ausfallliste des ehemaligen Hüttenberger Zweitliga-Coaches. Max Kellner wird wegen einer gebrochenen Hand fehlen. Aufgrund der Ausfälle gehören mit Kenneth Fuhrig, dem Sohn von Böddiger-Coach Mike, Stefan Corazolla und Pascal Henkelmann drei A-Jugendliche zum Kader. „Wir arbeiten derzeit im Training intensiv am Zusammenspiel, wollen trotz allem eine gute Leistung abliefern“, hegt Spandau vergleichsweise bescheidene Wünsche für das Gastspiel in Nordhessen.

Für Georgi Sviridenko stand die Aufarbeitung der unnötigen Niederlage in Wettenberg im Vordergrund. „Unser Spiel war in der entscheidenden Phase zu sehr auf Mario Schanze und Petr Hruby in der Mitte begrenzt“, lautet seine Kritik an den Spielern auf den Halbpositionen, die den erforderlichen Druck zur Entlastung vermissen ließen.

Von Merlin Kothe und Cornelius Feuring erwartet Melsungens Coach deshalb nun die Torgefahr, die das Duo in Wettenberg in der ersten Hälfte an den Tag gelegt hatte. Und auch bei der Abwehr sieht Sviridenko Steigerungsbedarf. „Wir müssen da vielseitiger werden, gerade gegen eine Mannschaft wie Wiesbaden, die keine ausgeprägt starke Position hat“, fordert er mehr Effektivität. Immerhin geht es darum, den Heimnimbus zu erhalten. (ko)

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