Handball-Oberliga

ESG Gensungen mit Schmidt am Kreis gegen Umstadt/Habitzheim

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Er kann‘s auch vom Kreis: Gensungens Vince Schmidt (vorn), der hier Kleenheims Dennis Köhler stehen lässt und gegen MSG Umstadt/Habitzheim gesetzt ist.

Die ESG Gensungen/Felsberg peilt auch ohne etatmäßigen Kreisläufer einen Sieg gegen Umstadt/Habitzheim an, um ihren dritten Platz in der Handball-Oberliga zu untermauern.

Es gibt Spiele, die sind unvergesslich. Der 34:28-Erfolg der ESG Gensungen/Felsberg bei der MSG Umstadt/Habitzheim war so eins. Der Grund: Ein sagenhafter 10:0-Lauf vom 18:12 (33.) zum 18:22 (42.), mit dem der heimische Handball-Oberligist die Weichen auf Sieg stellte. „Einzigartig“ beschreibt ESG-Trainer Kauffeld, immer noch begeistert, diese unwiderstehliche Wende, die auch Thomas Müller, der Sportliche Leiter der damaligen Gastgeber, noch nie erlebt hatte: „Gensungen war wie verwandelt und wir haben uns völlig ergeben.“

Das soll (und darf) natürlich im Rückspiel (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen) nicht wieder passieren. So stehen die Zeichen bei den Südhessen auf „Wiedergutmachung“ (Müller), allerdings im doppelten Sinne. Denn der Tabellensiebte reist mit einer ernüchternden 27:31-Heimniederlage gegen Pohlheim im Gepäck an, die laut Müller „intensiv aufgearbeitet wurde“. Zumal es die dritte Schlappe in Folge war, womit sich der Drittliga-Absteiger von 2017 selbst um die Früchte einer „eigentlich positiv verlaufenen Runde“ zu bringen droht.

Ohne Gerhold und Koch

Denn das (vorgegebene) Thema Klassenerhalt hatte sich frühzeitig erledigt, die schmerzlichen Abgänge von Marc Teuner und Milan Stancic weniger Spuren als befürchtet hinterlassen. Auch weil sich Talente wie Benjamin Göttmann (Rückraum) oder Justin Kraus (Linksaußen), mit 100 Treffern bester MSG-Torschütze, mit starken Leistungen in den Vordergrund spielten. Dazu hat sich Rodriguez da Silva, November-Neuzugang aus Babenhausen, schnell akklimatisiert. Trotzdem kann Spielertrainer Marko Sokicic vom Spielen nicht lassen, soll aber spätestens ab der nächsten Saison die Geschicke seiner Mannschaft hauptsächlich von der Bank aus lenken.

Sein Kollege muss wohl weiter auf seine beiden etatmäßigen Kreisläufer Maik Gerhold und Christoph Koch verzichten. In Hüttenberg (40:23) kein Problem, weil Vince Schmidt sein Universaltalent unter Beweis stellte. „Der kann alles, auch Kreisläufer“, sagt Arnd Kauffeld über den etatmäßigen Rückraumspieler. Eine wichtige Erkenntnis ebenso wie Wachs‘ Eignung zum Spielmacher, wollen die Edertaler doch die Runde als Tabellendritter abschließen - und haben selbst den zweiten Rang noch nicht ganz aufgegeben. Dazu bedarf es, nach dem Hin- auch das Rückspiel gegen Umstadt zu gewinnen. Mit oder ohne erfolgreiche Aufholjagd.

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