Handball-Oberliga

Gensungen nimmt Babenhausen beim 37:23 nach dem Wechsel auseinander

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Durchgetankt: ESG-Rechtsaußen Jan Hendrik Otto lässt Babenhausens Torwart Dominik Goder keine Chance und erzielt einen seiner acht Treffer.

Beim 37:23 gegen Babenhausen landete die ESG Gensungen/Felsberg ihren sechsten Sieg in Folge in der Handball-Oberliga und überzeugte besonders nach der Pause.

Einer, einer geht noch rein“, skandierte der Hallensprecher in der Gensunger Kreissporthalle nach einem Ballgewinn der ESG Gensungen/Felsberg 15 Sekunden vor Schluss. Einer ging wirklich noch rein. Tim Schneider zog auf und davon und stellte mit seinem Treffer zum 37:23 (14:11) den Endstand zum Kantersieg des heimischen Handball-Oberligisten gegen die SG RW Babenhausen her.

Der Eindruck, dass die Edertaler ob dieses klaren Resultats den Gast in Grund und Boden gespielt hatten, stimmte indes nur für die zweite Hälfte. „Da haben wir uns richtig frei gespielt“, freute sich ESG-Trainer Arnd Kauffeld über die „Leichtigkeit nach hinten raus“. Da stand seine 6:0-Deckung phasenweise wie Wand, an der die Babenhausener Angriffsversuche zerschellten. Da nagelte der überragende Torwart Lauterbach für Minuten sein Tor zu. Da lief ein Tempogegenstoß nach dem anderen Richtung RW-Tor, die dem Gegner laut Coach Oliver Schulz „richtig wehtaten“.

Da wurden mit einem fulminanten 6:0-Lauf zum 25:16 schon nach 47 Minuten endgültig die Weichen auf Sieg gestellt. Und da kannten die danach eingewechselten Benedikt Hütt, Cornelius Feuring und Tim Schneider keine Gnade und bauten den Vorsprung noch aus. Da war auch die in der ersten Hälfte noch so unbequeme 5:1-Deckung des Tabellenelften längst kein Problem mehr, wurde von Schmidt, Gerhold und Co. nach allen Regeln der Kunst auseinander genommen.

„Wir haben den Gegner überrannt“, konnte Jan Hendrik Otto mit Fug und Recht behaupten. „Mister zuverlässig“, der für seine acht Tore neun Versuche brauchte und dabei sein gesamtes Wurfrepertoire aufbot. Ob nun ins lange oder ins kurze Eck, per Heber oder Dreher oder beim Abschluss der zweiten Welle -die Bälle des Rechtsaußen zappelten im Netz. Auch als es vor der Pause noch nicht so reibungslos lief, seine Nebenleute einige Chancen liegen ließen und Torwart Goder warm warfen.

Eine weitere konstante Größe neben Marc Lauterbach: Jannis Kothe. Seine Quote: sechs Treffer, ein Fehlversuch. „Ich werde immer sicherer“, stellte der 23-Jährige zufrieden fest, was sein Coach auf die gelungene Integration des Neuzugangs zurückführt. Der Linkshänder bildet mit Cornelius Feuring mittlerweile im rechten Rückraum ein sich prächtig ergänzendes Duo, „so dass ich mich nicht unter Druck setzen muss“ (Kothe). Der frühere Melsunger durfte in den letzten 12 Minuten ran. Und knüpfte mit drei Toren nahtlos an der Erfolgsquote seines Vorgängers an.

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