Handball-Oberliga

Oben mitspielen für Gensungen/Felsberg durchaus möglich

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Gensungens Trainer und seine "Neuen": Arnd Kauffeld (l.) mit (v.l.) Max Lippold, Lukas Voss, Mark Zülch, Max Bieber und Co-Trainer Mario Schuhmacher.

Gensungen – Es riecht nach Stillstand. Denn: drei Ergänzungsspieler gingen, drei Perspektivspieler kamen. „Die Qualität des Kaders ist fast gleich geblieben“, beurteilt Arnd Kauffeld die Wechselbilanz bei der ESG Gensungen/Felsberg.

Logisch daher, dass das Saisonziel des Trainers des heimischen Handball-Oberligisten vor der kommenden Saison weitgehend deckungsgleich mit dem vor der letzten Spielzeit ist: „Ein Platz im oberen Tabellendrittel.“

Oben mitspielen nicht ausgeschlossen, „doch dazu muss es bei uns optimal laufen.“ Gemeint ist, dass der quantitativ nicht gerade üppig besetzte Kader weitgehend verletzungsfrei über die Runden kommt. Dass besonders auf der „Problemposition“ Rechtsaußen, wo Jan-Hendrik Otto Alleinunterhalter ist, nichts passiert.

Trotz ähnlicher Ausgangsposition sieht der ESG-Coach Steigerungspotenzial. Die Aufbausaison 2018/2019, als sein Team (Durchschnittsalter 23 Jahre) immerhin den dritten Platz belegte, könnte gerade den jungen Spielern einen Schub verleihen. Und warum soll nicht einer der (wenn auch) unerfahrenen „Neuen“ durchstarten? Lukas Voss etwa, 17-jähriges Torwarttalent vom Landesligisten Twistetal, der sich zwar als Nummer zwei erstmal hinter Marc Lauterbach einordnen muss, dem Arnd Kauffeld aber durchaus schon zutraut, „Spiele für uns zu gewinnen“. Dank seiner imposanten Statur liegen die Stärken des 2,03 m-Mannes vorzugsweise in der Nahwurfzone.

Oder Max Bieber, technisch hervorragend ausgebildeter Aufbauspieler der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, dem laut Kauffeld noch etwas der „Punch in die Tiefe“ fehlt. Oder Max Lippold (vom Landesligisten Wanfried), dank seiner enormen Schnelligkeit und Antizipationsfähigkeit ein wieselflinker Linksaußen und Tempogegenstoßspezialist, der verletzungsbedingt aber erst zwei Wochen vor Saisonbeginn so richtig ins Training mit seiner neuen Mannschaft einsteigen konnte.

Wachs hat`s vorgemacht

Heinrich Wachs hat‘s vorgemacht. Der 22-Jährige stieß vor der letzten Spielzeit aus Twistetal zu den Edertalern und avancierte flugs zum Stammspieler, Leistungsträger und Torschützenkönig der Oberliga Hessen. „Wir können von ihm nicht erwarten, dass er noch mal die meisten Tore der Liga wirft“, beugt der Gensunger Trainer schon mal vor. Einerseits. Andererseits weiß er um die mentale Stärke seines Schützlings: „Heinrich lässt sich nicht beirren und ist unerschütterlich, wenn‘s eng wird.“

Grund genug ihn zum Spielmacher zu machen. Eine Aufgabe, mit der sich der langjährige Halblinke durchaus anfreunden kann. „Klar stehe ich da noch mehr in der Verantwortung, doch an solchen Herausforderungen wächst man“, sagt Heinrich Wachs. Der will weiterhin „mit Dampf auf die Lücken gehen“, im direkten Zweikampf ein oder zwei gegnerische Abwehrspieler ziehen, dann aber auch ein Auge für die Mitspieler haben. Besonders für Christoph Koch und Maik Gerhold am Kreis: „Da haben wir große Qualität, die wir nutzen müssen.“

Ebenso die in der Vorbereitung verbesserte erste und zweite Welle, die wieder zum Edertaler Trumpf werden soll. Auch die eigene Abwehr ist flexibler geworden: Neben der 6:0-Basisdeckung wurde an einer 5:1-Variante gefeilt - mit dem wendigen Wachs als Indianer. Der kann es sich als Spieler natürlich erlauben, mit etwas forscheren Zielen in die Saison zu gehen. „Besser als in der letzten Saison“ will er mit der Mannschaft abschneiden. Kein Stillstand also, sondern ein vernehmliches Klopfen ans Tor zur 3. Liga. 

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