Heimsieg gegen Wiesbaden

Handball-Oberliga: TSV Vellmar zeigt Wille und Biss

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Unsanft gebremst: Vellmars Pablo Cesar Munoz (links) wird hier vom Wiesbadener Leon Walter gestoppt.

Vellmar. Der TSV Vellmar hat seine hauchdünne Chane auf den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga gewahrt. Mit 30:28 (17:13) schlugen die Nordhessen in einem packenden Spiel die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden.

Vellmar ist zwar weiterhin Vorletzter, hat aber jetzt nach Punkten mit der TSG Münster gleichgezogen. Münster müsste der TSV noch überholen. Nach dem aktuellen Stand wird es nur zwei Absteiger aus der Oberliga geben, da in der 3. Liga Bruchköbel und Gelnhausen nicht mehr auf einem Abstiegsplatz rangieren. Das kann sich aber in den drei noch ausstehenden Spieltagen in beiden Ligen natürlich noch ändern.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, hatte Rechtsaußen Robin Kiebach vor dem Spiel gesagt. Und einen Sieg über Wiesbaden gefordert. „Wir haben unsere hauchdünne Chance genutzt,“ sagte Kiebach nach der Partie. „Und dürfen weiter ein klein wenig hoffen. Den Sieg heute haben wir uns in der ersten Halbzeit verdient.“

Soll heißen, dass der TSV in der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit wie entfesselt spielte. Nach 39 Minuten führten die Vellmarer 23:15 und alles deutete auf eine klare Sache hin. Da mochte man auch kaum von den noch ausgelassenen Einwurfmöglichleiten reden.

Doch dann kamen die Landeshauptstädter immer besser ins Spiel. Das lag zum einen an der nachlassenden Kraft bei den Gastgebern, zum anderen aber an der gesteigerten Spielfreude bei den Wiesbadenern.

Und so wurde es in der Schlussphase noch einmal ganz knapp. Die Gäste holten Tor um Tor auf, Vellmar traf nicht mehr. Als dann die HSG erstmals im Spiel ausglich, stand es 28:28 (57:24). Aber Abraham Rochel Icardo erzielte das 29:28 (57:48) und im Gegenzug parierte der an diesem Tag wieder überragende Christian Gumula im Tor des TSV den Angriff der Gäste. Vellmar spielte dann geschickt den nächsten Spielzug aus und 50 Sekunden vor dem Schlusspfiff machte Pablo Cesar Munoz den Sack mit dem 30:28 endgültig zu.

„Die Mannschaft hat Willen und Biss gezeigt“, sagte Trainer Heiko Illian. „Das hat uns letztlich den knappen Erfolg gebracht. Vor acht oder neun Wochen hätten wir dieses Spiel in der Schlussphase noch verloren.“ Illian lobte besonders die Abwehrarbeit seiner Mannschaft und hob dabei Danny „Knispi“ Körber hervor.

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