Oberliga: ESG verliert nach klarer Führung

Handballspielen komplett eingestellt

Mario

kahl. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Das Bestreben der ESG Gensungen/Felsberg nämlich, nach dem Erfolg in letzter Sekunden gegen Hanau eine neue Siegesserie in der Handball-Oberliga zu starten. Stattdessen mussten sich die Edertaler bei der HSG Kahl/Kleinostheim mit 22:26 (13:8) geschlagen geben.

„Diese Niederlage war völlig überflüssig“, ärgerte sich Co-Trainer Schuhmacher angesichts der Tatsache, dass die Gäste die Partie in der ersten Halbzeit völlig dominiert hatten.

Die Frantisek-Schützlinge brauchten zwölf Minuten für ihr erstes Tor, währenddessen die Gensunger bereits sieben Mal getroffen hatten. Das war vor allem einer sicheren ESG-Abwehr vor einem überragenden Torwart Lauterbach geschuldet, der gleich hellwach war. Und dessen Paraden im Angriff dank eines variablen und druckvollen Kombinationsspiels veredelt wurden, wobei sich in der Anfangsphase besonders Tim Schneider und Hannes Bauer als Torschützen auszeichneten.

Dann löste Kahls Rückraumspieler Christopher Reising kurzzeitig die Angriffsblockade der Gastgeber, die auf 5:8 (20.) herankamen. Doch auch den Linkshänder bekamen die Gäste danach in den Griff und gingen mit einem scheinbar beruhigenden 13:8-Vorsprung in die Pause. Der, so ESG-Coach Kauffeld, durchaus noch höher hätte ausfallen können.

Erste Anzeichen von Gensunger Unkonzentriertheiten, die sich nach 40 Minuten verdichteten, als Max Pregler beim 12:15 leichtfertig einen Siebenmeter verwarf. „Danach haben wir das Handballspielen komplett eingestellt“, kritisierte Mario Schuhmacher seine Schützlinge, die sich widerstandslos vom kampfstarken Gastgeber überrennen ließen. Bei denen traf nach dem Wechsel besonders Fabian Roth (sechs Tore), wie er wollte.

Die Folge: Der Ausgleich in der 50. Minute (19:19) und vier weitere HSG-Tore zum 23:19 (53.), was schon einer Vorentscheidung gleichkam. „Wir haben es nicht mehr geschafft zurück zu kommen“, musste ein enttäuschter Arnd Kauffeld konstatieren.

Zu passiv die eigene Abwehr, zu fahrig der Angriff, der nie mehr zu seiner spielerischen Linie zurück fand. Ein Geschenk, was die abstiegsbedrohten Unterfranken gerne annahmen. • Gensungen/Felsberg: Lauterbach, Röse (n.e.); Bauer 3, Balke /n.e.), Rehberg 2, Hütt 2, Trogisch 2, Wrzosek (n.e.), Pregler 4/2, Wiegräfe 4, Schneider 3, Walther 2.(ohm) Foto: nh

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