Jede Position ist doppelt besetzt – mehr Durchschlagskraft und Variabilität im Angriff

Gensungen/Felsberg: Hoffnungsträger sorgen für Schub

ESG-Trainer Arnd Kauffeld Mitte) und seine „Neuen“: (von links) Jan Pollmer, Christoph Koch, Joshua Röse, Sven Vogel, Marvin Gabriel und Martin Habenicht. Es fehlt Franco Rossel. Foto: Kasiewicz

Gensungen. Es gibt nicht wenige Beobachter, die beim Training der ESG Gensungen/Felsberg so etwas wie einen neuen Geist ausgemacht haben.

Arnd Kauffeld kann das bestätigen. „Ja, die Spieler sind mit einer größeren Dynamik und auch mit mehr Kampfbereitschaft bei der Sache“, sagt der Trainer des heimischen Handball-Oberligisten. Und weiß auch, wem er das hauptsächlich zu verdanken hat: „Marvin Gabriel und Christoph Koch haben für einen Schub gesorgt.“

Die zwei erfahrensten und prominentesten von insgesamt fünf Neuzugängen, die es einst mit Eintracht Baunatal bis in die 2.Liga geschafft haben. Zwei Hoffnungsträger, die ihren Ruf in der Vorbereitungsphase schon mal gerecht wurden. „Die beiden tun uns gut“, bestätigt Spielmacher Benedikt Hütt. Zwei Eckpfeiler in Abwehr und Angriff, an denen sich insbesondere die jungen Spieler orientieren können.

Startet Schneider durch?

Wie etwa „Shooter“ Franco Rossel, „der athletisch alles mitbringt, aber noch geformt werden muss“ (Kauffeld). Oder Tim Schneider, der als Linkshänder im rechten Rückraum in seinem zweiten Jahr in Gensungen durchstarten soll. Zwar könnte dort auch Rückkehrer Sven Vogel spielen, ist aber wohl auf Rechtsaußen als Alternative für Jan-Hendrik Walther eingeplant.

So ist jede Position bei der ESG doppelt besetzt. Für den Kreis wurde noch Janis Balke aus der zweiten Mannschaft hoch gemeldet. Dort ist wohl erstmal Christoph Koch gesetzt, der in Baunatal im Angriff kaum zum Einsatz kam. Und sich nun darauf freut, nicht nur Tore verhindern, sondern auch werfen zu können: „Klar will ich auch in der Offensive Zeichen setzen.

Die Frage nach Marvin Gabriel oder Benedikt Hütt auf der Mitte beantwortet der ESG-Coach damit, dass beide zusammen im Rückraum ebenfalls eine „gute Alternative“ wären. Damit scheint die Edertaler Offensivabteilung trotz der Abgänge von Kevin Trogisch und Stephan Untermann an Variabilität und Durchschlagskraft gewonnen zu haben.

Oben mitspielen

Mehr Stabilität in der Defensive erhofft sich der Gensunger Trainer mit Neuzugang Koch als Abwehrchef. Um das individuelle Deckungsverhalten zu verbessern, hat er in der Vorbereitung neben der 6:0-Formation ein zweites, offensiveres Deckungssystem (5:1 oder 4:2) eingeführt – mit mäßigem Erfolg. Überhaupt hat sich ihm das wahre Potential der Mannschaft noch nicht offenbart, so dass Arnd Kauffeld mit Prognosen vorsichtig ist: „Wenn wir lange oben mitspielen könnten, wäre das schon ein Erfolg.“ Die Rolle des Aufstiegsfavoriten schiebt er den personell arg verstärkten Teams von der HSG Pohlheim und HSG VfR/Eintr. Wiesbaden zu.

Aufstieg in die 3. Liga natürlich nicht ausgeschlossen, „allerdings ist das auch eine Frage der Mentalität.“ Doch auch diesbezüglich hat die Mannschaft (dazu) gewonnen. Denn: Koch und Gabriel wissen, wie es geht. Und das sogar unter Kauffelds Leitung.

Von Ralf Ohm

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