Hütt: Haben Sieg vergoldet - Heimsieben läuft viele Konter

Gensungen/Felsberg kanzelt SVH Kassel beim 35:22 ab

Fand immer wieder Lücken in der SVH-Deckung: Gensungen/Felsbergs Benedikt Hütt (Mitte), der sich hier gegen Max Gribner (links) und Tim Räbiger behaupten kann. Foto: Hahn

Gensungen. Einen rundum gelungenen Abend hatte die Gensunger Handball-Familie schon lange nicht mehr: einen mit einem überzeugenden Heimsieg, mit einer voll besetzten Tribüne und einem Publikum, das nicht müde wurde, Beifall zu spenden.

Wobei die Oberliga-Mannschaft der ESG Gensungen/Felsberg beim hohen 35:22 (15:12)-Derbyerfolg gegen die SVH Kassel auch einiges dafür getan hatte, dass der Funke früh auf die eigenen Fans übersprang.

Angefangen bei einem famosen Start: 5:0 nach sieben Minuten, drei Treffer des starken Benedikt Hütt, zwei von Tim Schneider (siehe auch Artikel auf dieser Seite). Und dabei hatte SVH-Trainer Hazim Prezic seinen Schützlingen im Vorfeld der Begegnung noch eingeimpft, von der ersten Sekunde hellwach zu sein. Doch nur die Edertaler waren putzmunter. Sichtlich beflügelt, nachdem es vor Wochenfrist in Dutenhofen den ersten Sieg der Saison zu feiern gegeben hatte. Nichts von Resignation zu sehen, obwohl sie wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls nach der Serie drei Punkte abgezogen bekommen werden und praktisch im Minus waren.

„Die Mannschaft hat die Ärmel hochgekrempelt und weiter Gas gegeben“, lobte ESG-Coach Arnd Kauffeld die Einstellung seiner Schützlinge, „ich bewerte den Sieg über Kassel sehr hoch.“ Noch dazu, weil er klug herausgespielt wurde. Nach einer Viertelstunde konnte der Gast zwar einige Akzente – vor allem durch Daniel Botte und Faruk Tataraga – setzen und den Rückstand etwas verkürzen, richtig gefährlich wurde er aber selten. Auch dem Umstand geschuldet, dass die Harleshäuser zurzeit vom Verletzungspech gebeutelt sind. „Ich hätte zwei Faruks gut gebrauchen können“, meinte Prezic.

Dann wäre sein Team möglicherweise im zweiten Durchgang nicht förmlich überrannt wurden. Konnte Tataraga noch auf 13:15 stellen (31.), so gehörten die folgenden Minuten der Heimsieben. Weil die Defensivabteilung der Hausherren wenig zuließ. Weil Torwart Marc Lauterbach einige Würfe gekonnt parierte. Und weil die ESG die daraus resultierenden Ballgewinne zu Treffern aus erster und zweiter Welle nutzte. „Wir sind gut aus der Kabine gekommen und haben die einfachen Tore gemacht“, stellte Spielmacher Hütt zufrieden fest. Dank seiner Spielführung zog die Mannschaft von 18:15 auf 23:15 davon (44.). Wer auf den Rängen bislang noch nicht applaudiert hatte, der folgte nun der Aufforderung von ESG-Anhänger „Sachse“, der inmitten der Fans stehend zum rhythmischen Klatschen animierte.

Gegen Ende sorgten dann Akteure wie Felix Rehberg, Peter Köpke, Kevin Trogisch, Hannes Bauer und Marco Otto dafür, dass der Erfolg noch deutlich ausfiel. „Uns sind heute einige Steine vom Herzen gefallen“, betonte Hütt, „jetzt haben wir den Sieg von letzter Woche vergoldet.“ An einem tollen Handball-Abend. • ESG: Lauterbach (14 P.), Wicke (n.e.) - Bauer 4, Konietzka, Rehberg 2, Hütt 9, Untermann 4/3, Trogisch 5, Wrzosek, Wiegräfe 1, Schneider 4, Otto 2, Walther, Köpke 4. SVH: Zügler (0 P.), Krätzig (ab 9., 8 P.) - Räbiger, Tataraga 4, Schlosser 1, Sellermann, Schuldes, Gribner 2, Guthart 4, Botte 8, Cermak 3/1, Hofmeister, Plümacher, Konermann. SR: Scheld/Späth (Hüttenberg). - Z: 600. Siebenmeter: 3/3:3/1. - Zeitstrafen: 4:12 Minuten.

Von Björn Mahr

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