Handball-Oberliga: Gensungen/Felsberg bezwingt Offenbach-Bürgel mit 31:30

Hütt: Das war Instinkt

Voll durchgezogen: ESG-Rückraumspieler Benedikt Hütt (Mitte) – hier gegen den Offenbacher Nils Lenort – erzielte am Samstag insgesamt fünf Tore und krönte seine Leistung mit dem Siegtreffer. Foto: Hahn

gensungen. Am Ende ging alles ineinander über: Siegtor, Schlusspfiff und Jubel der 320 Zuschauer in der Gensunger Kreissporthalle. Mit 31:30 (13:12) besiegte am Samstagabend Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg die als Tabellensiebte angereiste TSG Offenbach-Bürgel. Die ESG rückte mit dem Sieg selbst auf den zehnten Tabellenplatz vor.

Auch wenn ESG-Trainer Arnd Kauffeld nach dem Abpfiff die Mannschaftsleistung hervorhob, war doch Benedikt Hütt der Mann der Stunde. Oder besser gesagt, der Mann der Sekunde. So waren genau noch 45 Sekunden zu spielen, als der sonst mit zehn Toren überragende Jan Pollmer bei Stand von 29:29 einen Siebenmeter verwarf.

Kauffeld nahm daraufhin eine Auszeit, Benedikt Hütt eroberte sich den Ball zurück, und es stand 30:29. Allerdings nur acht Sekunden. Dann hatte Nils Lenort für Offenbach wieder ausgeglichen. In den letzten Sekunden bekam dann erneut Hütt den Ball, die TSG-Abwehr hatte sich noch nicht richtig formiert, und schon zappelte der Siegtreffer im Netz. „Ich muss das erstmal realisieren. Das ist ein Wahnsinnsgefühl“, beschrieb Hütt danach seine Gefühle. „Ich bin einfach zweimal durchgegangen und habe den Ball aufs Tor gehauen. Das war purer Instinkt“, freute sich der 29-jährige Rückraumspieler.

Dabei hatte sich die ESG bereits zuvor als Anwärter auf den Sieg präsentiert. Nur am Anfang führte Offenbach kurz mit 1:0, danach lagen zumeist die Gastgeber mit ein oder zwei Toren vorn. Bis zur 37. Minute: Da stand es plötzlich 16:15 für die Südhessen.

„Als wir dann in der 45. Minute auch noch ein Empty-Net-Goal durch den Offenbacher Torhüter einstecken mussten, schien das Spiel zu kippen“, sagte ESG-Trainer Kauffeld über den Moment, als die Gäste auf 22:19 davonzogen.

Zudem hatte Christoph Koch nach seiner Operation noch nicht die bisherige Durchschlagskraft, Hannes Bauer fehlte verletzt, und Max Pregler war in der siebten Minute mit einer Bänderverletzung im Knöchel ausgeschieden. „Außerdem sind Franco Rossel und Tim Schneider auf den Halbpositionen nicht so ins Spiel gekommen. Zum Glück haben alle Verantwortung übernommen, und Jan Pollmer hat sich als echter Führungsspieler erwiesen“, lobte Arnd Kauffeld seinen Linksaußen.

„Eigentlich komme ich auf durchschnittlich vier Tore pro Spiel“, freute sich Pollmer, der zudem Bauer und Pregler am Siebenmeterpunkt vertrat: „Heute lief es einfach. So kann es weitergehen.“ • ESG: Lauterbach (1. - 44. Minute; 11 Paraden/22 Gegentore), Wicke (ab 45. Minute; 7/8) - Rossel 2, Gerhold, Balke, Hütt 5, Schmidt 3, Potthof 1, Pregler 1, Schanze, Schneider 1, Koch 3, Walther 5, Pollmer 10/4 TSG: Hoppenstaedt (31/15), 1 Tor - Gezer, Oeste 1, Zahn, Käseberg, Gotta 3, Nastos 2, Rivic 4, Müller, Hofman 7, Lenort 9/3, Cohen 1, Steinheimer 2 Zeitstrafen: 8:6 Rote Karte: Schmidt (54.) Siebenmeter: 4/5:3/5 SR: Hofmann/Späth (Gießen) Zuschauer: 320

Von Martin Scholz

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