HNA-Interview: Spielmacher hat zu seiner Lockerheit gefunden – Warnung vor Kleenheimer Tempogegenstöße

Hütt: Wir wollen der Jäger sein

Unwiderstehlicher Zug zum Tor: ESG-Spielmacher Benedikt Hütt, der mit seiner Mannschaft „hoch motiviert“ ins Spitzenspiel geht. Foto: Hahn

Gensungen. Keine Frage: Die ESG Gensungen/Felsberg ist wieder „da“, hat nach einem kapitalen Fehlstart in die Spur gefunden. Der Aufschwung des heimischen Handball-Oberligisten hat einige „Väter“. Einer davon ist Benedikt Hütt. Im HNA-Interview erklärt der der torgefährliche Spielmacher die positive Entwicklung seiner Mannschaft und hofft heute auf einen weiteren Coup im Spitzenspiel gegen die HSG Kleenheim (19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen).

Gensungen kommt seit langer Zeit mal wieder in den Genuss eines Spitzenspiels. Wie gehen Sie und Ihre Mannschaft da rein?

Benedikt Hütt: Die Freude ist riesig. Wir sind hoch motiviert und wollen unbedingt gewinnen. Die letzten beiden Spiele gegen Kleenheim haben wir knapp verloren und das soll uns nicht nochmal passieren.

Wie ist die HSG Kleenheim, die immerhin von neun Spielen acht gewann, denn zu packen?

Hütt: Indem wir die Kleenheimer in den Positionsangriff zwingen, um ihnen ihre große Stärke, den Tempogegenstoß zu nehmen, Das wiederum heißt für unsere eigene Offensive, möglichst wenig Fehler zu machen, unsere Angriffe also geduldig und kontrolliert aufbauen.

Wie erklären Sie sich den Aufschwung der eigenen Mannschaft, die ja ziemlich schlecht, mit zwei Niederlagen nämlich, gestartet ist?

Hütt: Nach den ersten beiden Niederlagen wussten wir wirklich nicht, wo wir stehen. Das hatte auch damit zu tun, dass wir aufgrund der Spielplankapriolen keinen Rhythmus finden konnten. Doch wir sind ruhig geblieben und der erste Sieg gegen Hünfeld, der mehr erkämpft als schön herausgespielt war, brachte die Wende. Seitdem ist die Abwehr stabiler geworden, Marc Lauterbach hält konstant gut und das gegenseitige Vertrauen ist größer geworden, weil fast jeder Verantwortung übernehmen kann und will.

Inwieweit ist der Aufschwung auch mit dem eigenen Formanstieg verbunden?

Hütt: Ich hab sicherlich meinen Teil dazu beigetragen. Aber ausschlaggebend war unser Kollektiv, auch weil der Kader sehr ausgeglichen ist. Ich selbst konnte die Vorbereitung aus beruflichen Gründen nur bedingt mitmachen, habe diesen Trainingsrückstand aber längst aufgeholt.

Trotzdem. So stark und so konstant wie im Moment haben sie die ESG-Fans lange nicht gesehen.

Hütt: Ich hab‘ wieder zu meiner Lockerheit gefunden, die ich für mein Spiel brauche. Ich habe mich in der Vergangenheit häufig unter Druck gesetzt und bin deshalb teilweise etwas verkrampft.

Was ist für die ESG in dieser Saison drin?

Hütt: Es bleibt dabei: Wir wollen der Jäger sein und so lange wie möglich Kontakt zur Spitzengruppe halten.

Ihr Tipp fürs Spitzenspiel?

Hütt: 28:27 für uns.

Von Ralf Ohm

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