Oberliga: Melsungen II beim Tabellenzweiten klar unterlegen

Ignatow nutzt Chance

Machte in Bruchköbel auf sich aufmerksam: Der Wirbelwind auf Rechtsaußen, Dimitri Ignatov. Foto: Hahn/nh

Bruchköbel. Nichts zu holen gab es für die MT Melsungen II in der Handball-Oberliga bei der SG Bruchköbel. Mit 28:39 (15:20) fiel die Niederlage deutlich aus, was jedoch auch den personellen Experimenten von Trainer Georgi Sviridenko geschuldet war. Bruchköbel wahrte damit durch den gleichzeitigen Punktverlust von Hanau in Dutenhofen seine Chance, am letzten Spieltag noch um Meisterschaft und Aufstieg mitspielen zu können.

Melsungen begann gut und führte durch zwei Treffer von Mario Schanze früh mit 2:1. Um dann jedoch ebenso schnell ins Hintertreffen zu geraten. „Wir haben unsere Linie verlassen und der Gegner hat das genutzt. Auch unsere 5:1-Deckung hat nicht funktioniert, so dass wir umstellen mussten“, erklärte Sviridenko, warum seine Mannschaft nach einem Viertel der Spielzeit mit 7:11 schon deutlich hinten lag. Nach einer Auszeit und mit einer 6:0-Formation wurde die Partie offener, auch wenn die SG in einem sehr schnellen Spiel ohne lange Ballpassagen die Führung nicht mehr hergab.

Der beste Angriff der Liga zeigte, warum er so effektiv ist. Das Angriffsdreieck Michael Nath, Tegaday Nuez Ramos und Kreisläufer Jannik Hoffmann dominierte und machte entweder das Tor oder holte einen von am Ende elf Siebenmetern heraus. Als Melsungen reagierte und die Abwehr in der Mitte zusammenschob, übernahmen die Flügelspieler das Torewerfen.

„Bruchköbel war einfach besser und effektiver als wir“, erkannte Sviridenko an. Und reagierte unkonventionell. Ab Beginn der zweiten Hälfte startete er quasi schon in die nächste Saison. Mit Johannes Golla, Florian Weiß, Jan Grolla und Dimitri Ignatow standen vier A-Jugendliche auf dem Feld neben Cornelius Feuring (19) und Tim Ploch (20). Eine Maßnahme, die bis zum 23:18 (38.) auch funktionierte. Ehe sich ein paar kleine Fehler einschlichen, die der Gastgeber eiskalt nutzte. Dennoch enttäuschte die Jugend nicht, vor allem Ignatow machte auf sich aufmerksam. „Er hat bewiesen, dass er auch im Männerbereich effektiv sein kann“, lobte Melsungens Übungsleiter seinen Rechtsaußen, der noch ein Jahr in der A-Jugend spielen kann. • Melsungen: Paske, Meyfarth; Ignatow 6, Kienast, Hruby 1, Bärthel, Grolla 1, Schanze 3, Feuring 5/4, Golla 3, Gisbrecht 3, Ploch 1, Kothe 5, Weiß. SR: Fuchs / Hass – Z: 200. Zeitstrafen: 0:4 Minuten. Siebenmeter: 11/10:4/4. (ko)

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