Oberliga-Derby: Gensungen und MT II fast in Besetzung – Bärthel gegen Gabriel

Kann Koch Hruby stoppen?

Zwei potenzielle Protagonisten des Derbys, die sich auch noch im direkten Duell gegenüber stehen: Gensungen/Felsbergs Christoph Koch (linkes Bild, r.), hier gehalten von Hanaus Eric Schäffter, und Melsungens Petr Hruby (rechtes Bild, r.), der in dieser Szene Stefan Harbusch (TSV Ost-Mosheim) abschüttelt. Fotos: Hahn/Kasiewicz 

Gensungen/Melsungen. Vorhang auf zum ersten „kleinen“ nordhessischen Derby in der Handball-Oberliga. Vor sicherlich vollem Haus hat die ESG Gensungen/Felsberg heute (19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen) den Nachbarn MT Melsungen II zu Gast. Prognosen sind schwierig, auch wenn die Gastgeber „auf dem Papier“ als Favorit in die Partie gehen.

1.Die Ausgangsposition: Der Druck des Favoriten dürfte auf den Edertalern als potenzieller Aufstiegsaspirant lasten. Und ist, wie Spielmacher Benedikt Hütt weiß, nach der schwachen Leistung in Griesheim sicherlich noch größer geworden: „Da haben wir etwas gut zu machen.“ Als Neuling mit eher bescheidenen Ambitionen (Klassenerhalt) kann die MT II frei aufspielen. Und nach den bisherigen Ergebnissen durchaus selbstbewusst. Kein Wunder, dass der Ex-Gensunger Eugen Gisbrecht gar von „perfekten Voraussetzungen“ spricht.

2.Die Form: Bei dem einen höchst wechselhaft, bei dem anderen stetig ansteigend. „Wir konnten bisher nur phasenweise zeigen, was wir drauf haben. Die Mannschaft muss noch zusammenwachsen“, resümiert ESG-Rückraumspieler Max Pregler nach zwei (knappen) Siegen und einer Niederlage aus den ersten drei Spielen. Die Gäste sind dagegen noch ungeschlagen und haben sich laut Linksaußen Bärthel „besonders in der Abwehr immer mehr gefestigt“.

3.Das Personal: Beide Teams können fast in Bestbesetzung auflaufen, Bei Gensungen/Felsberg fällt weiter Hannes Bauer aus, der Einsatz von Tim Schneider (Bauchmuskelzerrung) ist fraglich. Die gegen Münster pausierenden Jannis Kothe und Mark Petersen kehren ins Melsunger Team zurück, Janik Lanatowitz (Patellassehnenentzündung) muss wohl weiter pausieren.

4.Die Taktik: Natürlich halten sich beide Trainer bedeckt, wollen nicht gleich alle Karten auf den Tisch legen. Immerhin: Eine Sonderbehandlung für die überragenden MT-Torschützen Mario Schanze und Petr Hruby schließt ESG-Coach Arnd Kauffeld aus. Und auch sein Kollege Georgi Sviridenko wird wohl auf die gewohnte und zuletzt so gut funktionierende 5:1-Deckung setzen.

5.Die Duelle: Handball ist ein Mannschaftssport und doch könnten im Derby einige mit Spannung erwartete Duelle den Ausschlag geben. Wenn sich etwa der ehemalige Edertaler Alexander Bärthel als „Indianer“ ESG-Spielmacher Marvin Gabriel annimmt. Für Mannschaftskamerad Fabian Meyfarth „Gensungens Strippenzieher schlechthin“. Umso wichtiger wäre es für die Gäste, seine Kreise einzuengen.

Was auf der anderen Seite in besonderem Maße für Petr Hruby, der wohl beste Kreisläufer der Liga, gilt. Der darf sich auf den Ex-Baunataler Christoph Koch freuen. Bleibt das häufig wegweisende Torwartduell. Paskes konstant gute Form spricht gegen die bisher eher wankelmütigen Mark Lauterbach und Stefan Wicke. Doch das kann sich, weiß Arnd Kauffeld, „schon mit einer Parade wieder ändern.“ Muss es auch, wenn der vermeintliche Favorit seiner Rolle gerecht werden will.

Von Ralf Ohm

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