Oberliga: ESG Gensungen/Felsberg vergeigt das letzte Heimspiel gegen Kleenheim und verliert 36:38

Kauffeld: Das war enttäuschend

Erzielte sechs Tore, war mit seiner Leistung aber nicht zufrieden: Gensungen/Felsbergs Maximilian Pregler (am Ball) hier gegen Kleenheims Jonas Friedrich (links) und David Strassheim. Foto: Kasiewicz

Gensungen. Das letzte Heimspiel der Oberligasaison hatten sich die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg anders vorgestellt. Aber gegen die SG Kleenheim gab es eine 36:38 (15:15)-Niederlage zu verdauen, die vermeidbar war. „Das war enttäuschend. So etwas kann und darf nicht unser Anspruch sein“, sagte Trainer Arnd Kauffeld. Während Max Pregler direkt nach dem Abpfiff hart mit sich selbst ins Gericht ging: „Ich habe richtig schlecht gespielt.“

Was man so jedoch nicht stehen lassen kann. Denn gerade Pregler baute zu Beginn mit Jens Wiegräfe in der Innenverteidigung einen Abwehrriegel auf, an dem sich die Gäste die Zähne ausbissen. Und der das ESG-Spiel im Angriff wesentlich effektiver leitete als noch in den Spielen zuvor. Was nach zehn Minuten in eine scheinbar beruhigenden 7:3-Führung mündete. Und dazu, dass sich die Edertaler angesichts der ohne drei Stammkräfte angetretenen SG wohl zu früh zu sicher fühlten.

Plötzlich klappte rein gar nichts mehr: Schrittfehler, Fehlpässe, unkontrollierte Würfe – das ganze Repertoire dessen, was kein Trainer sehen will. „Wir waren nicht in der Lage, uns auf unser Spiel zu konzentrieren. Die Selbstverständlichkeit fehlte uns total“, ereiferte sich Kauffeld. Ganz anders Kleenheim. Deren Trainer Johannes Wohlrab hatte es sich mit der Motivation leicht gemacht: „Heute kann sich jeder für die Startformation im Pokalendspiel am Sonntag empfehlen“, gab er seine Team mit aufs Feld.

Die Vorentscheidung in der ausgeglichenen Partie fiel direkt nach dem Seitenwechsel. Während in der ersten Hälfte noch beide Torhüter auf Augenhöhe agierten, konnte nur Jens Elsner seine Form über die Halbzeitpause konservieren. Drei Paraden am Stück nutzten seine Vorderleute zur 18:15-Führung (32.), weil der bis dahin ebenfalls sehr starke Marc Lauterbach von seiner Abwehr im Stich gelassen wurde. Der nächste Nackenschlag kam in Form der dritten Zeitstrafe gegen Jens Wiegräfe (49.), was Kleenheim nutzte um auf 31:26 davonzuziehen. Ehe die letzten zehn Minuten wieder Pregler gehörten, der mit fünf Toren dafür sorgte, dass beim 33:35 (58.) sogar noch einmal leise Hoffnung keimte. „Wir hätten den Kampf wohl eher annehmen sollen“, meinte der Gensunger Mittelmann. • ESG: Lauterbach (14 Paraden/30 Gegentore), Wicke (2/8) – Bauer 7/1, Balke, Rehberg 5, Trogisch 11/2, Wrzosek, Pregler 6, Wiegräfe 2, Schneider 2, Köpke, Walther 3. SGK: Elsner (20/36), Eckhard (n.e.) – Kollmann, Keil 3, Woiwod 2, Strassheim 8, Köhler 2, Hopp 5, Kassabaum 2, Friedrich 2, Reusch 9/6, Weigel, Wiener 5. Z: 250. SR: Kaiser/Paul (Heusenstamm/Mühlheim). Zeitstrafen: 12:6 Min. DQ: Wiegräfe (ESG, 49. Min.). 7 m: 5/3:6/6.

Von Michael Koch

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