Gensungen verliert Verfolgerduell in Pohlheim

Kauffeld hadert mit eigenen Schwächen

Christoph

Pohlheim. Nein, die ESG Gensungen/Felsberg ist wohl noch keine Spitzenmannschaft der Handball-Oberliga. Als weiterer Beleg dafür dient eine durchaus vermeidbare 28:32 (14:15)-Niederlage im Verfolgerduell bei der HSG Pohlheim, die sich die Edertaler laut ihres Trainers selbst zuzuschreiben hatten. „Da war mehr drin. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Außerdem fehlte uns in den entscheidenden Situationen die Lockerheit für die richtigen Entscheidungen“, ärgerte sich Arnd Kauffeld.

Obwohl seine Mannschaft gut ins Spiel fand, obwohl sie das Duell und den ambitionierten Gastgeber in der ersten Hälfte weitgehend kontrollierte, obwohl Marvin Gabriel, Jens Wiegräfe und Hannes Bauer mit drei Treffern in Folge nach 24 Minuten einen 12:9-Vorsprung herausgeworfen hatten. Der ging auch auf das Konto einer kompakten 6:0-Deckung, die der ESG einige Tempogegenstöße ermöglichte. Außerdem funktionierte die Mittelachse Gabriel-Koch bestens. „Immer anspielbar“ (Kauffeld) war der Gensunger Kreisläufer und beim Abschluss kaum zu stoppen. Allein vier der 12 gingen bis dahin auf das Konto von Christoph Koch.

Doch anstatt einen komfortablen Vorsprung mit in die Halbzeit zu nehmen, ließ die Konzentration und Konsequenz der Gäste auf einmal nach. Die HSG ließ sich nicht lange bitten und drehte die Partie noch vor der Pause.

Respektive Chris Grundmann, der nach dem Wechsel noch mehr aufdrehte. „Er hat gemacht, was er wollte“, klagte der ESG-Coach über die Zweikampfschwäche seiner Abwehr. Ähnliche Probleme hatte sie mit Grundmanns Rückraumkollegen Max Rühl. Beide zusammen erzielten mehr als die Hälfte der Pohlheimer Tore.

Nach dem Treffer zum 28:23 (52.) - Grundmanns neuntes Feldtor - schien die Entscheidung gefallen. Doch Gensungen stellte auf eine 4:2-Deckung um, kam nochmal auf 31:28 heran, vergab dann aber einen Tempogegenstoß (Sven Vogel). Den wiederum beantwortete Nikolaus Happel mit dem Endstand (59.). • Gensungen: Lauterbach, Wicke (ab 55.); Bauer 3, Rossel 1, Balke, Hütt 2, Vogel 6/2, Gabriel 5/2, Wiegräfe 4, Schneider, Koch 5, Habenicht, Walther 2, Pollmer. SR: Sattler/Biaesch. Zeitstrafen: 10:8-Minuten: Siebenmeter: 2/2:6/4.

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